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Kommentar: Erst bauen, dann mal schauen

Ein Gemeinwesen kann frei entscheiden, wie viel ihm ein Kulturangebot wert ist. Störend im Fall Klee-Zentrum ist allerdings, dass diese Diskussion nicht vor dem Bau stattfand, sondern erst später in Raten und unter Sachzwängen.

Ein Geschenk mit Haken: Das Zentrum Paul Klee ist massiv überschuldet.
Ein Geschenk mit Haken: Das Zentrum Paul Klee ist massiv überschuldet.
Franziska Scheidegger

Es war ein fantastisches Geschenk, dass der Chirurg Maurice E. Müller und seine Frau Martha der Stadt und dem Kanton Bern im Jahr 2005 machten. Für 125 Millionen Franken liessen sie Stararchitekt Renzo Piano im Berner Schöngrün einen spektakulären Wellenbau errichten und machten daraus ein spartenübergreifendes Kulturzentrum rund um den Maler Paul Klee. Im besten Jahr lockte es über 230'000 Besucher an – so viele wie kein anderes Berner Museum.

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