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Köniz will nicht erneuerbare Energien stark beschränken

Die Gemeinde Köniz will bei der Wärmeerzeugung die nicht erneuerbaren Energieträger wie Öl und Gas zurückdrängen.

Köniz will die nicht erneuerbare Energien stark beschränken.
Köniz will die nicht erneuerbare Energien stark beschränken.
Symbolbild, Keystone

Bauherren sollen künftig bei Neubauten und bei Gebäudeerweiterungen maximal 20 Prozent nicht erneuerbare Energieträger einsetzen dürfen. Diese Bestimmung hat der Könizer Gemeinderat in einer Änderung des Baureglements verankert. Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat die Änderungen nun vorgeprüft. Das AGR begrüsse sie und erachte sie als vorbildlich, schreibt die Gemeinde Köniz in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Könizer Gemeinderat wird das geänderte Baureglement nun öffentlich auflegen. Das Lokalparlament und das Volk werden sich zu den Änderungen noch äussern können. Köniz will auch einen Nutzungsbonus von zehn Prozent einführen, wenn Bauherren besonders energieeffizient bauen. Dies für Grundstücke, bei denen eine Ausnützungsziffer vorhanden ist.

Pioniergemeinde

Laut dem Leiter der Abteilung Umwelt und Landschaft in Köniz, Daniel Gilgen, schlägt Köniz bei der Wärmeerzeugung als derzeit einzige Gemeinde im Kanton Bern einen Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie von 20 Prozent vor. Voraussetzung dafür sei gewesen, dass der Kanton Bern im Jahr 2011 das Energiegesetz revidiert habe. Das sagte Gilgen am Donnerstag auf Anfrage.

Im kantonalen Energiegesetz steht, dass im Kanton Bern bei neuen Gebäuden und bei der Erweiterung von bestehenden Gebäuden höchstens 80 Prozent des zulässigen Wärmebedarfs mit nicht erneuerbarer Energie gedeckt werden darf. Die Gemeinden sind aber frei, diesen Höchstanteil nicht erneuerbarer Energien weiter zu begrenzen.

Der Könizer Gemeinderat stützt sein Vorgehen auf zwei parlamentarische Vorstösse. Frühestens 2016 tritt die neue Vorschrift in Kraft, sofern Parlament und Volk zustimmen. Es ist eine Übergangsfrist bis 2019 mit einem Höchstanteil an nicht erneuerbarer Energie von 50 Prozent vorgesehen.

(SDA)

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