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Klee-Zentrum im Clinch mit Rom

Das Klee-Zentrum hat im letzten Moment eine Leihgabe an die italienische Nationalgalerie abgesagt. Es befürchtet, dass die Werke Schaden nehmen könnten, in Italien vermutet man aber andere Gründe.

Die italienschie Nationalgalerie erhebt gravierende Vorwürfe gegen das Zentrum Paul Klee.
Die italienschie Nationalgalerie erhebt gravierende Vorwürfe gegen das Zentrum Paul Klee.
Manu Friederich

Am letzten Dienstag wurde in Rom die Ausstellung «Paul Klee und Italien» eröffnet – allerdings mit 32 Werken weniger als angekündigt. Wie sowohl die «SonntagsZeitung», als auch «Le Matin Dimanche» berichten, hat das Zentrum Paul Klee (ZPK) in letzter Minute eine Leihgabe abgesagt. Grund: Die Luftfeuchtigkeit in Rom sei zu hoch, wovon die Werke Schaden nehmen könnten.

Die Nationalgalerie für moderne Kunst in Rom, die Galleria Nazionale, erhebt nun gravierende Vorwürfe gegen das Berner Klee-Zentrum. Das ZPK versuche, andere Museen zu überzeugen, nicht an der Ausstellung teilzunehmen, lässt Direktorin Maria Vittoria Marini Clarelli gegenüber dem «Corriere della Sera» verlauten. Damit steht der Vorwurf im Raum, dass das ZPK Stimmung gegen eine konkurrierende Ausstellung gemacht hat. Denn andere, sehr renommierte Häuser haben keine klimatischen Probleme festgestellt.

Werke aus Riehen, Paris und New York

Das Kunsthaus Zürich etwa schickte drei Werke nach Italien, darunter «Überschach», das in den letzten zehn Jahren nur zweimal ausgeliehen worden ist. «Wir hatten keine Bedenken, dass die Werke Schaden nehmen könnten», sagt Kunsthaus-Sprecher Björn Quellenberg gegenüber der «SonntagsZeitung». Eine Restauratorin sei vor Ort gewesen, die die Klimawerte für in Ordnung befunden habe.

Neben dem Kunsthaus schickten eine lange Liste weiterer Museen Werke an die Nationalgalerie, so etwa die Fondation Beyeler in Riehen, das New Yorker Guggenheim- Museum und das Pariser Centre Pompidou. Das Zentrum Paul Klee hat bis anhin noch nicht Stellung zu den Vorwürfen genommen.

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