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Kindergarten: Mundart wird wieder Thema

Mundart oder Schriftdeutsch? Wie im Kindergarten gesprochen wird, damit muss sich bald wieder der Grosse Rat befassen.

Wenn es nach Erich Hess geht, soll in den Berner Kindergärten Mundart gesprochen werden.
Wenn es nach Erich Hess geht, soll in den Berner Kindergärten Mundart gesprochen werden.
Adrian Moser (Symbolbild)

Nach dem Ja im Kanton Aargau zu Mundart im Kindergarten will Erich Hess das Thema auch im Bernbiet wieder aufs Tapet bringen. «In der neuen Legislatur werde ich einen neuen Vorstoss einreichen», sagt er am Tag nach dem Aargauer Volks-Ja zur Initiative der Schweizer Demokraten.

Vor drei Jahren lehnte das Berner Kantonsparlament Hess’ Anliegen klar ab. «Eine Volksinitiative steht derzeit aber nicht zur Debatte», sagt der Berner SVP-Grossrat. Erstens, weil ein Ja des Grossen Rates schneller umsetzbar wäre. Zweitens, weil das Unterschriftensammeln viel Aufwand bedeutet – erst recht im Bernbiet, wo die Hürden für Initiativen höher sind als im Aargau oder in Zürich. In diesen Kantonen erklärte das Volk Mundart in den Kindergärten zur Standardsprache. Bei einer weiteren Abstimmung in Basel wurde Mundart dem Schriftdeutsch gleichgestellt. Nein zu Mundart sagte das Volk zuletzt dagegen in Luzern und St. Gallen. In Solothurn hingegen scheiterte das JSVP-Anliegen bereits beim Unterschriftensammeln.

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