Kein Pflichtfach «Bärndütsch» an französischsprachigen Schulen

An den französischsprachigen Schulen des Kantons Bern soll kein Pflichtfach Schweizerdeutsch eingeführt werden.

Zu hohe Mehrkosten: Der Bärndütsch-Unterricht wird keinen Einzug in Berner Schulen halten.

Zu hohe Mehrkosten: Der Bärndütsch-Unterricht wird keinen Einzug in Berner Schulen halten.

(Bild: Samuel Schalch (Symbolbild))

Gute «Bärndütsch»-Kenntnisse seien grundlegend, um im Kanton Bern beziehungsweise in der Deutschschweiz eine Stelle zu finden, machen die Motionäre geltend. Heutzutage zögen viele Französischsprachige in jungen Jahren aus dem Kanton Bern weg, weil die Sprache ein zu grosses Hindernis darstelle. Doch der Regierungsrat will nichts von einem Schweizerdeutsch-Obligatorium wissen, wie er in der am Montag publizierten Antwort deutlich macht. Priorität habe das Erlernen von Hochdeutsch, denn das ermögliche die Kommunikation in einem wesentlich grösseren Sprachraum.

Ein Pflichtfach Schweizerdeutsch dürfte auf keinen Fall auf Kosten des Deutschunterrichts gehen, sondern müsste zusätzlich auf die Lektionentafel gesetzt werden. Das aber hätte bedeutende Mehrkosten zur Folge. Die Motion verfolge grundsätzlich «ein löbliches Ziel», räumt der Regierungsrat ein. Er will aber am bestehenden System festhalten: Schon heute könnten französischsprachige Schulen einen fakultativen Mundart-Kurs anbieten, wenn sich genügend Schüler dafür interessierten.

mon/sda

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