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Katholische Kirche knapp bei Kasse

Die Synode der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern hat den Voranschlag 2015 mit einem Defizit von rund 58'000 Franken verabschiedet.

Obwohl das Defizit halb so hoch ist, wie dasjenige des letzten Jahres, kann sich die katholische Kirche nicht zurücklehnen.

«Keine Entwarnung trotz halbiertem Defizit», teilte sie am Samstag anlässlich ihrer Herbstsynode in Burgdorf mit. Eine strikte Ausgabendisziplin werde auch in den nächsten Jahren angezeigt sein.

Der Voranschlag 2015 weist einen Ertrag von 5,425 Millionen Franken und einen Aufwand von 5,483 Millionen auf. Gemäss Mitteilung schlagen insbesondere die Mehrkosten für die Arbeitgeberbeiträge wegen einer neuen Pensionskassenlösung bei der beruflichen Vorsorge zu Buche.

Wegen höherer Steuererträge im Jahr 2013, die erst im kommenden Jahr budgetrelevant werden, steigen auf der Ertragsseite die Beiträge der Kirchgemeinden. Doch angesichts der rückläufigen Steuereinnahmen und der veränderten Rahmenbedingungen sei es für eine Entwarnung zu früh, wird Synodepräsident Markus Rusch in der Mitteilung zitiert.

Der Finanzplan 2016-2018 strebt ein ausgeglichenes Ergebnis für diese Zeitspanne an. Daher bleibe die Ausgabenpolitik auch in Zukunft restriktiv.

Sparen bei Caritas

Um zu verhindern, dass der Beitragssatz der Kirchgemeinden erhöht werden muss, spart die Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Bern beim Centre Pastoral du Jura und der Caritas. Zudem werden zwei Missionsstellen auf kantonale Pfarrstellen transferiert, was die Lohnkosten senkt.

Schliesslich werden die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Kirche an einem gemeinsamen Standort, einem «Haus der Landeskirche», zusammengeführt. Damit will die Kirche sowohl Synergien schaffen als auch identitätsstiftend wirken.

SDA/zec

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