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Kantonaler Verband rügt Spitex wegen «Vertrauensverlusts»

Der Verband bedauert den Imageschaden, den der Streit zwischen den Spitex Bern und Seeland verursacht hat.

Die Spitex Bern ist in einem Streit mit der Spitex Seeland verwickelt.
Die Spitex Bern ist in einem Streit mit der Spitex Seeland verwickelt.
Adrian Moser

Zum Streit zwischen bernischen Spitex-Organisationen hat sich nun der Spitex-Verband Kanton Bern geäussert. In einer Medienmitteilung am Dienstag schreibt der kantonale Dachverband, er wolle die Reputation der Spitex wiederherstellen. Dieser sei vom «in der Öffentlichkeit geführten Streit zweier Spitex-Organisationen» geschadet worden. Deswegen unterstütze der Verband den Kanton «bei der Schaffung von mehr Transparenz und vertiefter Kontrolle.» Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) hatte letzte Woche angekündigt, die bernischen Spitex in einer Untersuchung näher unter die Lupe zu nehmen.

Der kantonale Verband könne nicht direkt eingreifen oder inhaltlich zum Streit Stellung nehmen, schrieb er, da die einzelnen Organisationen rechtlich und wirtschaftlich unabhängig seien. «Der Verband kann jedoch nicht hinnehmen, dass eine ganze Branche aufgrund des Streits von zwei Mitgliedern einen generellen Vertrauensverlust erleidet.»

Mit diesen Worten weist der kantonale Verband indirekt die Organisationen Spitex Bern und Spitex Seeland zurecht. Zu Beginn dieses Monats war es zu einem Eklat zwischen dem Verwaltungsrat der Berner Spitex und dem CEO der Spitex Seeland, Daniel Piccolruaz, gekommen. Piccolruaz war teilzeitig auch als Geschäftsführer der Berner Spitex angestellt gewesen, wurde aber nach Kritik am Verwaltungsrat fristlos entlassen. Während der Verwaltungsrat Piccolruaz unterstellte, ein «Komplott zur Destabilisierung der Spitex» geplant zu haben, stand die Spitex Seeland hinter ihrem CEO, welcher die Vorwürfe aus Bern als «Rufmord» bezeichnete. In seiner Mitteilung schreibt der kantonale Verband, er bedaure «diese Art der Konfliktbewältigung und den dadurch entstandenen Imageschaden für die gesamte Branche.»

Über Imageschäden hatten sich letzte Woche die Vorsitzenden mehrerer regionaler Spitex gegenüber dem «Bund» beklagt. Hauptkritikpunkt dabei war das vergleichsweise hohe Salär der Verwaltungsratspräsidentin der Berner Spitex Rahel Gmür. Ihr Lohn, der sich aus Gehältern für eine nicht unproblematische Doppelfunktion in der Organisation zusammensetzte, war im Zuge des Streits mit Piccolruaz bekannt geworden. In der Folge gab Gmür am Freitag eine Auszeit aus Gesundheitsgründen und den Verzicht auf einen Antritt zur Wiederwahl bekannt. «Wir bedauern diese Entwicklung und danken Rahel Gmür für ihren engagierten Einsatz», schreibt der Dachverband dazu. «Eine Diskussion über die adäquate Entlöhnung von Vorständen und Verwaltungsräten» sei aber notwendig, zumal die Spitex von öffentlichen Geldern gespiesen würden.

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