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Kanton untersucht Vorwürfe gegen Kirchlindacher Pflegeheim

Die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) untersucht, ob es im Kirchlindacher Wohn- und Pflegeheim Lindenegg Missstände gibt. Sie hat deswegen ein aufsichtsrechtliches Verfahren eingeleitet.

Die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) untersucht, ob es im Kirchlindacher Wohn- und Pflegeheim Lindenegg Missstände gibt.
Die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) untersucht, ob es im Kirchlindacher Wohn- und Pflegeheim Lindenegg Missstände gibt.
Adrian Moser (Archiv)

GEF-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat bestätigte am Samstag auf Anfrage eine entsprechende Meldung der «Berner Zeitung». Er sagte, im Durchschnitt leite der Kanton Bern mit seinen 320 Heimen pro Jahr etwa fünfzehn solcher Verfahren ein. Die meisten würden nicht publik.

Wieso das Verfahren eröffnet wurde, gab Jeannerat mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekannt.

Betreiberfirma «guten Mutes»

Die «Berner Zeitung» spricht mit Verweis auf einen Gewerkschafter von Verletzungen der Hygienevorschriften, zu wenig Personal und zu vielen Pensionären. Dazu sagt der Verwaltungsratspräsident der Betreiberfirma Seniocare, Robert Bider, Seniocare habe von der Gewerkschaft nie Vorwürfe erhalten.

Die von der «Berner Zeitung» wiedergegebenen Vorwürfe träfen nicht zu. Seniocare müsse bis Ende März der GEF eine Stellungnahme abgeben und schaue dem Resultat der Untersuchung «guten Mutes entgegen», so Bider am Samstag auf Anfrage.

Laut Bider hat die vom Kanton eingeleitete Untersuchung etwas zu tun mit einem Todesfall im Heim, der laut übereinstimmenden Aussagen von «Berner Zeitung», Seniocare und Jeannerat von der Staatsanwaltschaft untersucht wird.

Er bestätigt, dass vor drei Wochen der Heimleiter und die Pflegedienstleistende freigestellt wurden. Seniocare hat im Übrigen wegen eines anonymen Schreibens an die Behörden Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Nicht die erste Untersuchung

Die GEF des Kantons Bern nahm das Heim Lindenegg schon einmal unter die Lupe. 2012 untersuchte sie Vorwürfe, dort und im ebenfalls von Seniocare geführten Heim Bergsicht in Kirchlindach sei die Pflege mangelhaft. Der Kanton kam damals zum Schluss, es gebe «keine Hinweise auf unzureichende oder gefährliche Pflege» in den beiden Institutionen.

SDA/gbl

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