Zum Hauptinhalt springen

Kanton muss neue Asylunterkünfte schaffen

Dem Kanton Bern werden unverändert viele Asylbewerber zugewiesen. Doch mehrere Verträge für Notunterkünfte laufen aus. Der Kanton muss im schlimmsten Fall beim Bund einen Zuweisungsstopp verlangen.

Eine der «Notlösungen» mit unbefristetem Mietvertrag: In der Zivilschutzanlage Hochfeld in Bern werden wohl noch länger Asylsuchende leben.
Eine der «Notlösungen» mit unbefristetem Mietvertrag: In der Zivilschutzanlage Hochfeld in Bern werden wohl noch länger Asylsuchende leben.
Franziska Scheidegger

Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz bleibt hoch. Im ersten Quartal 2012 haben landesweit 7150 Personen um Asyl ersucht. Das sind zwar 1,3 Prozent weniger als im Quartal zuvor, aber 63,6 Prozent mehr als im ersten Quartal 2011. Und es ist nicht davon auszugehen, dass die Zahl der Asylgesuche kurzfristig sinken wird. In Nordmali befinden sich Hunderttausende Menschen auf der Flucht, auch aus Syrien könnten bald Flüchtlinge eintreffen. 13,5 Prozent der Personen, die in der Schweiz um Asyl ersuchen, werden dem Kanton Bern zugewiesen. Weil dessen 25 Asylzentren voll sind, hat der Kanton seit Mitte letzten Jahres 7 Notunterkünfte in Betrieb genommen – zwei in Biel und je eine in Bern, Köniz, Muri, Krauchthal und in Uetendorf. Insgesamt wurden 650 neue Plätze geschaffen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.