Kanton greift für Kesb tief in die Tasche

Der Kanton Bern zahlt den Gemeinden im Jahr 2017 insgesamt 60 Millionen Franken für deren Leistungen für die kantonalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb).

Der Kanton muss die Kesb aus der eigenen Tasche finanzieren.

Der Kanton muss die Kesb aus der eigenen Tasche finanzieren. Bild: Adrian Moser

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Neu sind in der Abgeltung auch die Infrastrukturkosten enthalten, wie es in einer Mitteilung des kantonalen Amts für Information vom Donnerstag heisst.

Mit der Abgeltung setzt der Kanton Bern ein Urteil des Verwaltungsgerichtes von Anfang Jahr um. Die Richter hatten aufgrund einer Beschwerde der Gemeinde Köniz entschieden, dass auch die Infrastruktur zu den Vollkosten des Kinder- und Erwachsenenschutz gehören, die der Kanton bezahlen muss.

Der Kanton hatte die Abgeltung zunächst - in Absprache mit den Gemeinden - nach den Mechanismen des Sozialhilfegesetzes vorgenommen. Dabei werden die Kosten von Kanton und Gemeinden gemeinsam getragen. Aufgrund des Urteil kündigte die Regierung an, diesen «Fehler» zu korrigieren. Der Kanton ging damals von Mehrkosten von rund zehn Prozent aus. (SDA)

Erstellt: 18.05.2017, 13:30 Uhr

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