Kanton Bern muss weniger Geld ausgeben für junge Asylsuchende

Der Bund wird nächstes Jahr im Asylbereich mehr Geld an die Kantone überweisen. Dies entlastet den Kanton Bern beträchtlich.

Bei Langnau im Emmental befindet sich ein Zentrum für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende.

Bei Langnau im Emmental befindet sich ein Zentrum für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

Carlo Senn@derbund

Am vergangenen Montag verkündete SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, dass der Bund die Kantone bei der Integration von Flüchtlingen 2019 stärker unterstützen will. Zu den Massnahmen gehört auch ein höherer Beitrag für unbegleitete minderjährige Asylsuchende, im Fachjargon Umas genannt. Dieser soll nun von bisher 50 auf 86 Franken pro Tag und betreute Person steigen.

Dem Kanton Bern winken dadurch laut dem Amt für Migration und Personenstand Einsparungen von rund fünf Millionen Franken, wie die «Berner Zeitung» am Donnerstag berichtete. Die Kosten reduzieren sich von knapp 16 auf nicht ganz 11 Millionen Franken. Das Amt für Migration bestätigt diese Zahlen.

Weniger junge Asylsuchende im Kanton

Diese Berechnungen basieren auf einer Zahl von 370 minderjährigen Asylsuchenden – ebenso der Grossratskredit. Gegenwärtig leben jedoch deutlich weniger junge Asylsuchende im Kanton Bern, nämlich 218.

Sollte sich an diesen Verhältnissen nicht viel ändern, müsste der Kanton Bern nächstes Jahr statt der vom Grossen Rat bewilligten 15,7 Millionen Franken lediglich zwischen 6 und 7 Millionen für die jungen Asylsuchenden ausgeben. Wann genau die höheren Beiträge fliessen, ist laut dem Amt für Migration jedoch noch nicht sicher.

DerBund.ch/Newsnet

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