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Kann man auf Parkbäumen parkieren?

Die «Ask-Force» dazu, was man denn genau auf diesen Bäumen parken könne.

Manchmal muss es schnell gehen. Denn im vorliegenden Fall hat die Fragestellerin angekündigt, sie könnte sich «hintersinnen». Wir wollen natürlich nicht, dass sich jemand unserer Saumseligkeit wegen hintersönne oder hintersänne, auch wenn die Vergangenheitsform («Sie hat sich hintersonnen») rein vom Klang her ein hoffnungsvolles Licht verbreitet, was ja in der Adventszeit willkommen sein dürfte.

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Frau K. hat die Meldung, dass die Stadt Bern 244 Park- und Strassenbäume ersetzen, sprich fällen will («Bund» vom 1. 12.), veranlasst, darüber nachzudenken, was es mit diesen Bäumen genau auf sich hat: «Kann man auf den Parkbäumen in irgendeiner Art parkieren?» Bei den Strassenbäumen vermutet sie, dass diese auf den Strassen stünden, weshalb man ihnen ausweichen müsste. Gemäss Stadtverwaltung handelt es sich ausschliesslich um Bäume, die krank sind oder sonst ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das würde auf Bäume, die auf den Strassen herumirren, sicherlich zutreffen, denn sie sind eigentlich immer schlecht oder gar nicht verwurzelt.

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Bei den Parkbäumen stellt sich die Frage, was man auf ihnen genau parkieren möchte. Sich selber? Dazu ist eine gewisse körperliche Beweglichkeit unabdingbar. Eine Katze? Man sollte vielleicht die Feuerwehr avisieren, denn die Bälger versteigen sich nur zu gerne. Den Drachen? Der Sohn oder die Tochter wird Realersatz verlangen. Die Millionen? Dann sollte es eine Palme in einer Steueroase sein. Oder will man wirklich und wahrhaftig ein Auto im Baum parkieren? Dann ist es am besten, einen Offroader mit stählernem Kuhfänger zu nehmen, damit man den Baum ohne Schaden an Leib und Leben umfahren kann.

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Ist das einmal geschehen, so gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Man fährt mit den Vorderrädern bis an den Baumstamm heran und stellt das Fahrzeug Profil gegen Rinde ab. Oder man deichselt es so, dass der Baumstamm zwischen den Rädern zu liegen kommt. Eine grosse Bodenfreiheit wie eben bei einem Offroader ist dabei von Vorteil. Auch wenn wir jetzt an allgemeinen Standards gemessen recht schnell reagiert haben, müssen wir doch einräumen, dass seit Eintreffen der Anfrage schon wieder elf Tage verstrichen sind. Eigentlich mehr als genug Zeit, sich zu hintersinnen und darob stiefelsinnig zu werden. Wir glauben aber, zu der Annahme berechtigt zu sein, dass Frau K.s psychische Konstitution sehr solide ist, denn sie hat schon mehrere Antworten der Ask-Force auf ihre Fragen ohne Schaden überstanden.

Fragen an die Ask-Force werden unter askforce@derbund parkiert.

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