Zum Hauptinhalt springen

Käser wirft Betreibern von Asylunterkünften Vertragsbruch vor

Jeder fünfte Asylsuchende in bernischen Durchgangszentren sollte dort nicht mehr sein. Der Kanton kritisiert das scharf – und zeigt dennoch Verständnis.

Asylunterkünfte können nur kostendeckend betrieben werden, wenn sie ausgelastet sind. Das hat schwierige Folgen.
Asylunterkünfte können nur kostendeckend betrieben werden, wenn sie ausgelastet sind. Das hat schwierige Folgen.
Manu Friederich (Symbolbild)

Bei den Durchgangszentren für Asylsuchende im Kanton Bern sollte der Name eigentlich Programm sein: Die Betreiber sind angehalten – so steht es in der Weisung, die sie unterschrieben haben –, dort niemanden länger als neun Monate unterzubringen. Die Praxis allerdings sieht anders aus: Laut Angaben des Kantons sind 21 Prozent der Plätze durch Asylsuchende besetzt, die länger als neun Monate in der Schweiz sind – also mehr als 500 Betten. Das ist von Bedeutung, weil derzeit bis zu 150 Asylsuchende pro Woche in den Kanton Bern strömen und das kantonale Amt für Migration verzweifelt auf der Suche nach zusätzlichen Unterkünften ist.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.