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Jungbrunnen der Opposition lockt enttäuschte Berner SP kaum

Die SP hadert mit dem Verlust der rot-grünen Regierungsmehrheit. Man werde öfter das Referendum ergreifen, kündet Parteipräsidentin Ursula Marti an.

Der neue SP-Regierungsrat Christoph Ammann (links) kommentiert die Nichtwahl seines Parteikollegen Roberto Bernasconi (im Vordergrund).
Der neue SP-Regierungsrat Christoph Ammann (links) kommentiert die Nichtwahl seines Parteikollegen Roberto Bernasconi (im Vordergrund).
Lukas Lehmann, Keystone

Kämpferische Töne zur neuen bürgerlichen Mehrheit im Regierungsrat kamen von den Grünen. «Nun ist alles, was Regierung und Parlament im Kanton Bern entscheiden, zu 100 Prozent in (rechts)bürgerlicher Verantwortung. Widerstand programmiert!», twitterte die nationale Co-Präsidentin der Grünen, Regula Rytz. In der Tat eröffnet der Verlust der rot-grünen Regierungsmehrheit auch für die Sozialdemokraten die Möglichkeit, nun unbelastet Oppositionspolitik zu betreiben. Opposition als Jungbrunnen für die SP? Der Politologe Claude Longchamp, der im Rathaus die Resultatverkündung mitverfolgte, winkt ab. Sicher werde die Linke nun bei Referenden einen Zacken zulegen, sagt Longchamp. Als Jungbrunnen werde sie die Oppositionsrolle aber kaum empfinden. «Die SP des Kantons Bern ist in ihrem tiefsten Innern keine Oppositionspartei.»

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