Joder will nun doch nicht in den Ständerat

Ständeratskandidatur

Mit dem Rückzug des Belper SVP-Nationalrats ist die Bühne frei für Albert Rösti.

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So unabgesprochen und ungestüm wie Rudolf Joder im Juni seine Kandidatur als Ständerat bekannt machen liess, so unkoordiniert und ebenso spontan zieht sich der SVP-Nationalrat wieder zurück. So teilte er per Mitteilung seinen Rückzug mit, nachdem er zuvor den Präsidenten seines Wahlverbands Mittelland-Süd, Ueli Augsburger, darüber informiert hatte. Joder begründet den Verzicht mit dem fehlenden Rückhalt in der Partei. Seine Strategie und sein aktives Vorgehen seien «nicht mehrheitsfähig». Für eine Stellungnahme war Joder selber nicht erreichbar.

Offenbar hat sich aber insbesondere der Wahlverband Oberland kürzlich sehr klar gegen die Nomination Joders gestellt. Dies dürfte den Verzicht mitbewirkt haben.Augsburger nimmt dies dennoch enttäuscht zur Kenntnis, immerhin habe sich der Verband für Joder ins Zeug gelegt.

Bühne frei für Albert Rösti

Somit kommt es am Mittwoch nicht zum Showdown an der SVP-Delegiertenversammlung. Joder wollte eigentlich gegen Nationalrat Albert Rösti antreten. Letztere stieg erst vor einigen Wochen ins Rennen, letztlich mit dem Ziel, Joder zu verhindern. Denn ein Teil der SVP hatte schon früh Mühe mit Joders Ambitionen, aus persönlichen Gründen aber auch aus taktischen. Joder kann 2015 nicht mehr als Nationalrat kandidieren. Die Parteileitung wollte aber eine Doppelkandidatur, sowohl für den Stände- wie auch den Nationalrat. Somit ist für Rösti, der ursprünglich nur für den Nationalrat und nicht als Ständerat kandidieren wollte, die Bühen frei.

Mindestens gegen Stöckli und Häsler

Schon bekannt ist, dass Rösti, sofern er nominiert wird, im Herbst 2015 gegen den amtierenden SP-Ständerat Hans Stöckli antreten wird. Für die Grünen tritt Grossrätin Christine Häsler an. Die beiden Parteien wollen für den Ständerat eine gemeinsame Wahlkampagne führen.

Noch nichts zu seinen Ambitionen hat der andere amtierende Berner Ständerat, Werner Luginbühl (BDP), verlauten lassen.

mob/sda

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