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Interlaken senkt Steuern - trotz roter Zahlen

Die Gemeinde Interlaken senkt nächstes Jahr die Steuern, obschon das Budget 2015 ein Defizit vorsieht.

Interlaken – hier der Blick auf das Victoria Junfrau von oben – senkt die Steuern.
Interlaken – hier der Blick auf das Victoria Junfrau von oben – senkt die Steuern.
Stefan Anderegg

Interlaken können sich die Steuersenkung dank genügend Eigenkapital leisten, hatte der Gemeinderat versichert. Das Stimmvolk liess sich nicht lange bitten.

Mit 1«272 Ja gegen 191 Nein nahmen die Interlaknerinnen und Interlakner am Sonntag das Budget 2015 klar an. Die Stimmbeteiligung lag bei 46,5 %.

Die Gemeinde erhöhte auf 2012 die Steuern, weil sie mit dem Inkrafttreten des revidierten Finanz- und Lastenausgleichs mit einer stärkeren finanziellen Belastung rechnete.

Nun konnte die Gemeinde aber in den letzten Jahren Spitzenresultate bei den Steuereinnahmen verzeichnen. Dies vor allem dank der Gewinnsteuern juristischer Personen, wie der Gemeinderat Ende September mitteilte.

Mit dem Voranschlag 2015 sollten die Steuern wieder auf den Stand von 2011 gesenkt werden, also auf eine Steueranlage von 1,77. Die hohen Steuererträge führten laut Gemeinderat dazu, dass die Gemeinde mehr an den sogenannten Disparitätenabbau zahlen musste, also an den Ausgleich zwischen finanzstärkeren und finanzschwächeren Gemeinden im Kanton.

Das Budget fürs kommende Jahr weist auf der Basis des tieferen Steuersatzes einen Aufwandüberschuss von 866'135 Franken aus. Weil die Gemeinde über ein Eigenkapital von über sechs Millionen Franken verfüge, seien Steuersenkung und Defizit verkraftbar.

(SDA)

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