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Insel und Visana beenden Tarif-Streit

Die Insel Gruppe hat sich mit der Krankenversicherung Visana bezüglich den stationären Tarifen geeinigt. So geht ein vertragsloser Zustand zu Ende.

Die Insel Gruppe hat sich mit der Krankenversicherung Visana bezüglich den stationären Tarifen geeinigt.
Die Insel Gruppe hat sich mit der Krankenversicherung Visana bezüglich den stationären Tarifen geeinigt.
Manu Friederich

Die Berner Insel-Spitalgruppe und der Berner Krankenversicherer Visana haben sich auf die Tarife für stationäre Behandlungen am Berner Inselspital geeinigt. Damit geht ein jahrelanger vertragsloser Zustand zu Ende.

Wie die beiden Unternehmen am Freitag gemeinsam mitteilten, einigten sich die Vertragspartner auf Tarife zwischen den Jahren 2012 und 2018. Im laufenden Jahr wird der Basispreis 10'900 Franken betragen, im kommenden Jahr 10'800 Franken. Mit diesen Tarifen werde das Ziel erreicht, dass einerseits Behandlungen am Inselspital weiterhin in bester Qualität durchgeführt werden könnten, steht in der Mitteilung. Anderseits werde der Prämienzahler nur so stark wie nötig belastet.

Der Basispreis ist ein wichtiges Element der 2012 eingeführten neuen Spitalfinanzierung mit dem SwissDRG-System. Gemäss diesem System wird der Schweregrad eines Behandlungsfalls mit dem Basispreis multipliziert. Als Resultat erhält man den Betrag, den der Krankenversicherer dem Spital für die stationäre Behandlung zu bezahlen hat.

Seit dem Jahr 2012 hatten sich die Krankenversicherer und das Inselspital nicht mehr einvernehmlich auf einen Tarif für die stationären Behandlungen am Universitätsspital einigen können. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern musste jährlich provisorisch den Basispreis festlegen.

Diesen Preis hatte die GEF für dieses Jahr provisorisch auf 11'000 Franken festgesetzt. Die Insel-Gruppe bestätigte am Freitag auf Anfrage eine entsprechende Aussage in der Zeitung «Der Bund» vom 1. Juni. Im Verlauf dieses Jahres hätte dann die GEF den Preis definitiv festgesetzt - ein Entscheid, der beim Bundesverwaltungsgericht hätte angefochten werden können.

Gespräche auch mit der CSS

Wie Insel-Mediensprecherin Monika Kugemann weiter bekannt gab, führt die Insel-Gruppe bezüglich Tarife für stationäre Behandlungen am Inselspital Gespräche auch mit der Krankenversicherung CSS. Die Verhandlungen mit der Einkaufsgemeinschaft HSK (Helsana-Sanitas-KPT) seien derzeit sistiert. «Seitens Insel Gruppe sind die Türen für Gespräche hier weiterhin offen.»

Keine Konflikte gibt es in Sachen ambulante Behandlungen am Inselspital. Bei den Verhandlungen geht es auch nur um die stationären Behandlungen am Universitätsspital. Die Insel-Gruppe umfasst ja mehrere Spitäler, auch auf dem Land. Kein Problem stellt laut Kugemann auch eine Forderung des Preisüberwachers von 2012 dar. Stefan Meierhans forderte 2012, das Inselspital müsse den Basispreis, den die Insel seinerzeit mit den Krankenkassen Assura und Supra vereinbarte, auf 9484 Franken senken. «Die Forderung des Preisüberwachers hat sich als nicht realistisch herausgestellt», sagt die Insel-Mediensprecherin.

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