«Ich wünsche mir eine neue Nähmaschine»

Auf Regula Trummers Wunschzettel steht eine Nähmaschine.

Zuoberst auf der Wunschliste von Regula Trummer steht eine neue Nähmaschine. «Am liebsten eine von Bernina», sagt sie lachend. Ihr offener Umgang mit materiellen Wünschen erstaunt. Schliesslich ist die 36-Jährige als Offizierin der Heilsarmee weltlichen Gelüsten gegenüber eher kritisch eingestellt. Doch die Verwunderung weicht rasch. «Mit einer Nähmaschine könnte ich meinen Freunden schöne Geschenke machen», sagt sie, «zum Beispiel ein Kirschkernkissen.» Die Zeit drängt. Bis jetzt hat Trummer noch keine Weihnachtsgeschenke organisiert. Generell schenke sie gerne Handgemachtes, wie sie sagt. Einfach «aufs Blaue hinaus» etwas kaufen, sei hingegen nicht so ihre Sache.

Weihnachten ist für Trummer zentral. «Für mich geht es dabei nach wie vor um die Menschwerdung Gottes und die Geburt Christi», sagt sie. Dass heutzutage der Kommerz im Vordergrund stehe, störe sie, weil der wahre Gehalt von Weihnachten dadurch verloren gehe. «Nicht dass Sie mich falsch verstehen: Die weihnachtlich geschmückte Stadt gefällt mir schon», sagt sie, «aber Masshalten wäre auch in der Weihnachtszeit angebracht.» So lässt es Trummer bei einem Wunsch bleiben. Jedenfalls was das Materielle anbelangt. Ihr eigentlicher Wunsch sei, sagt sie, «dass die Menschen die Probleme in der Welt wahrnähmen, aber nicht auf eine lähmende Art, sondern mit einer positiven Herangehensweise».

Der Bund

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