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«Ich dachte, für uns gibt es keinen Platz auf der Welt»

Basel Nasser hat 17 Personen seiner Grossfamilie aus Syrien in Sicherheit gebracht. Sie leben jetzt in Lyss.

Basel Nasser (links aussen) mit seiner syrischen Familie im Durchgangszentrum Lyss.
Basel Nasser (links aussen) mit seiner syrischen Familie im Durchgangszentrum Lyss.
Franziska Scheidegger

Dichter Nebel hängt über Lyss, alles ist mit Raureif überzogen. Im Industriegebiet am Dorfrand ist es still. Aber drinnen im ehemaligen Zivilschutz-Ausbildungszentrum, das seit Jahren als Asylunterkunft dient, ist es lebendig. Das Durchgangszentrum ist praktisch voll belegt, auch rund 30 Kinder aus aller Welt leben dort. Allein sieben Kinder gehören zur syrischen Grossfamilie von Basel Nasser, die vor kurzem hier eingetroffen ist. Der 34-jährige Nasser wohnt seit vier Jahren in der Schweiz. Er kam nach Bern, um an der Uni Islamwissenschaften zu studieren, mittlerweile ist er mit einer Schweizerin verheiratet. Als der Bundesrat im Herbst die Visaerleichterung für Syrer mit Verwandten in der Schweiz erliess, sah Basel Nasser den Moment gekommen, seine Familie zu retten. Anfang November reisten seine Eltern mit zwei unverheirateten Schwestern und drei Schwestern mit ihren Männern und Kindern in die Schweiz ein.

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