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«Ich bin nicht nur ein Sparapostel»

Grossrat Hans Kipfer will im März 2018 für die EVP in den Regierungsrat einziehen. Im Interview sagt er, was er sich davon erhofft.

EVP-Grossrat Hans Kipfer.
EVP-Grossrat Hans Kipfer.
zvg

Herr Kipfer, die EVP hatte noch nie einen Regierungsrat. Warum sollten gerade Sie es schaffen?

Es ist richtig, dass die EVP schon verschiedene Anläufe unternommen hat, in den Regierungsrat zu kommen. Das ist generell schwierig für Mitteparteien. Aber wir sind davon überzeugt, dass es eben genau Mitteparteien braucht. Mit meiner Kandidatur und meiner politischen Erfahrung im Finanzbereich, der ja im Moment das Thema im Kanton ist, kann ich so zur Weiterentwicklung des Kantons beitragen. Aber schlussendlich sind es die Wählerinnen und Wähler, die entscheiden.

Parteien brauchen Kandidaturen oft als Werbeplattform für die eigene Partei. Soll die EVP mit ihrer Kandidatur bekannter werden?

Das ist schon ein Ziel, das kann ich nicht abstreiten. Der Wettbewerb findet eigentlich immer zwischen den grossen Parteien statt. Aber auch die kleineren Parteien sollen mitmischen können. Deshalb stelle ich mich dieses Mal zur Wahl, damit die Werte der kleineren EVP im Regierungsrat vertreten werden können.

Welche Gewinnchancen rechnen Sie sich aus?

Realistischerweise muss ich sagen, dass die Chancen besser stehen könnten. Aber ein Fünkchen Hoffnung bleibt immer. Ich glaube an meine Gewinnchancen, sonst würde ich nicht kandidieren.

Was würden Sie anders machen als die Regierungsräte bisher?

Was mir sehr wichtig ist, ist die Solidarität im Kanton erhalten zu können. Das heisst, unser parteiliches Anliegen ist die Verflechtung von verschiedenen Meinungen. Wir als Mittepartei symbolisieren dieses Anliegen auch. Ich möchte als Vermittler zwischen linken und rechten Positionen fungieren.

Sie sind vor allem durch ihren Vorstoss, wonach der Kanton in der Verwaltung sparen soll, bekannt geworden. Würden Sie als Regierungsrat vor allem sparen?

Ich bin immer noch der Meinung, dass man die Effizienz der heutigen Verwaltungsprozesse optimieren kann. Es gibt Abläufe, die besser organisiert werden könnten. Denn es soll auch aus dem Innern des Kantons einen Sparbeitrag geleistet werden. Aber ich bin nicht nur ein Sparapostel. Ich als Vertreter der EVP schaue das Sparpaket beispielsweise sehr kritisch an.

Was kritisieren Sie denn am Sparpaket?

Es kann nicht sein, dass wir Massnahmen bei den schwächsten Mitmenschen brauchen, um die gewinnstärksten Unternehmen steuerlich zu entlasten. Es macht meiner Meinung nach aber Sinn, dass gespart wird. Denn der Finanzhaushalt droht aus den Fugen zu geraten. Deshalb braucht es gewisse Anstrengungen. Und wie bereits angetönt gibt es in der Verwaltung Prozesse, die eingespart und optimiert werden können. Das Sparpaket wird in der Finanzkommission auch noch genauer geprüft werden.

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