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Häftling G. will sterben

Weil Häftlinge in Schweizer Gefängnissen immer älter werden, stellen sich neue heikle Fragen, wie ein Berner Fall erstmals zeigt.

Die Interkantonale Strafanstalt Bostadel im Zuger Menzingen beherbergt einen betagten Häftling mit Sterbewunsch.

Die Interkantonale Strafanstalt Bostadel im Zuger Menzingen beherbergt einen betagten Häftling mit Sterbewunsch.

(Bild: Dominique Meienberg (Archiv))

Carlo Senn@derbund
Christian Zellweger@@chzellweger

Ein Häftling, der keinen Sinn mehr im Leben sieht, stellt einen Antrag bei der Suizidhilfeorganisation Exit. Soll man ihm den Wunsch gewähren? Mit dieser Fragen sieht sich aktuell der Kanton Bern konfrontiert. Das bernische Amt für Justizvollzug ist für den verwahrten Sexualstraftäter R. G.* zuständig, der in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bostadel im zugerischen Menzingen einsitzt. G., Ende 60, möchte wegen «permanent unerträglicher werdenden Lebensbedingungen» sterben – und hat sich an die Suizidhilfeorganisation Exit gewandt. Dies geht aus verschiedenen Dokumenten hervor, zu welchen der «Bund» über den Verein «Reform 91» Zugang erhalten hat. Der Verein setzt sich seit Jahren für Häftlinge ein. Die Anwältin von R.G. war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Bund

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