Grüne wollen Pulvers Sitz mit Frau verteidigen

Der grüne Regierungsrat Bernhard Pulver tritt 2018 zurück. Bürgerliche wollen den Sitz nicht angreifen.

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Regierungsrat Bernhard Pulver hat am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt. Der bei linken und rechten Politikern gleichermassen beliebte Grüne tritt im kommenden Sommer zum Ende der Legislatur zurück. Nach zwölf Jahren tue ein Wechsel gut – der Politik, aber auch ihm. Er sei nicht amtsmüde, gleichwohl spüre er das Bedürfnis nach einer mehrmonatigen Auszeit, erklärte Pulver vor den Medien. Der 52-Jährige will allerdings weiterhin öffentliche Ämter annehmen – so schliesst er etwa eine Kandidatur als Ständerat nicht aus.

Bei den Grünen beginnt derweil die Kandidatinnenkür. Es zeichnet sich ab, dass die Partei Pulvers Sitz mit einer Frau verteidigen will. Die beste Ausgangslage hat Nationalrätin Regula Rytz. Die Präsidentin der Schweizerischen Grünen und frühere Berner Gemeinderätin prüft derzeit eine Kandidatur. Das Amt wäre eine «grosse Herausforderung und Ehre», sagt sie.

Von der parteiinternen Findungskommision angefragt wurden aber auch die zweite Nationalrätin Christine Häsler, die Bieler Gemeinderätin Barbara Schwickert und die Co-Präsidentin der Kantonalpartei, Natalie Imboden. Die Kandidatinnen müssen sich bis Ende Monat entscheiden, ob sie zur Verfügung stehen. Die definitive Nomination erfolgt im Oktober.

Droht Gefahr vom Bündnispartner?

Durch Pulvers Rücktrittsankündigung wird die Ausgangslage für die Regierungsratswahlen vom kommenden März immer klarer. Auch, weil die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und BDP die sich durch die Vakanz bietende Chance nicht nutzen wollen. Die Parteipräsidenten schliessen auf Anfrage aus, den einzigen Sitz der Grünen anzugreifen. «Die bürgerliche Liste wird wie geplant vier Sitze umfassen», sagt stellvertretend SVP-Präsident Werner Salzmann.

Weil gemäss Politologe Daniel Bochsler derzeit auch die Mitteparteien kaum Chancen auf einen Sitzgewinn haben, droht den drei linken Sitzen kaum Gefahr. Gemäss Bochsler ist aber nicht auszuschliessen, dass die Grünen ihren Sitz an die SP, ihre Bündnispartnerin, verlieren.

Der Bund

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