Grüne Resolution gegen Bieler Autobahn

Der Westast der A5 in Biel sei eine Fehlplanung. Deshalb soll er nicht gebaut werden. Dies fordern die Berner Grünen.

Auch die Berner Grünen reihen sich in die A5-Gegnerschaft ein. (Symbolbild/Archiv)

Auch die Berner Grünen reihen sich in die A5-Gegnerschaft ein. (Symbolbild/Archiv) Bild: Adrian Moser

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Berner Grüne kämpfen gegen A5-Westast in Biel Die Grünen Kanton Bern haben eine Resolution für eine Verkehrswende im Kanton Bern verabschiedet. Darin spricht sich die Partei insbesondere gegen den A5-Westast in Biel aus.

Der Resolution haben die Delegierten an ihrer Versammlung am Dienstagabend einstimmig zugestimmt. Der geplante Westast mit offenen Autobahnanschlüssen sei ein massiver Eingriff in die Stadt und führe nicht zu einer Entlastung des Zentrums vom Verkehr, schreiben die Grünen darin. Der Kanton setze die Fehlplanung trotz Widerstand in der Bevölkerung unbeirrt fort.

Die Grünen Kanton Bern fordern den Regierungsrat in der Resolution auf, sich beim Bund für den Stopp des Projekts einzusetzen und mit der Bevölkerung in einem demokratischen Prozess eine Lösung zu finden. Zudem will die Partei eine Verkehrswende ähnlich dem Prinzip der Energiewende erreichen. Dafür soll Verkehr vermieden, effizient bewältigt und mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Kandidatur für Pulver-Nachfolge

Eigentlich wollten die Berner Grünen an der Delegiertenversammlung am Dienstag den Erziehungsdirektor Bernhard Pulver als Regierungskandidaten für Ende März 2018 bestimmen. Dieser hatte aber Mitte August nach zwölf Jahren im Amt bekannt gegeben, nicht zur Wiederwahl anzutreten.

«In diesem Job muss man sehr viel geben. Irgendwo muss ich wieder einmal auftanken», sagte Pulver vor den Delegierten als Begründung für seinen Entscheid. Verabschieden wolle er sich aber noch nicht sofort. Für sein Präsidialjahr hat er grosse Pläne: «Ich will die Einnahmekraft des Kantons Bern stärken ohne soziale Brüche zu verursachen», sagte er. Als Kandidatinnen für die Nachfolge von Pulver kommen die beiden Grünen Berner Nationalrätinnen Regula Rytz und Christine Häsler in Frage. Beide haben bereits bestätigt, sich eine Kandidatur zu überlegen.

Partei lässt sich nicht in Karten blicken

An der Delegiertenversammlung liess sich aber weder das kantonale Parteipräsidium noch Gastrednerin Rytz in Bezug auf die Kandidatur in die Karten blicken. «Wir haben viele gute potentielle Kandidatinnen und Kandidaten», sagte Co-Präsidentin Nathalie Imboden.

Für eine Kandidatur in Frage kämen nebst Rytz und Häsler auch erfahrene Grossrätinnen und Grossräte sowie Exekutivpolitiker von grösseren Gemeinden. Namen wie die Bieler Gemeinderätin Barbara Schwickert, Ueli Stückelberger oder Co-Präsidentin Natalie Imboden seien auch im Gespräch, wie Anna-Katharina Zenger von der Findungskommission gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Die interne Nominationsfrist der Grünen läuft bis Ende August. Die Delegiertenversammlung wird die grüne Regierungsrats-Kandidatur am 17. Oktober definitiv nominieren.

Schon länger ist klar, dass SP und Grüne gemeinsam mit vier Kandidaturen in die Regierungsratswahlen steigen wollen. Dabei stellen die SP drei Kandidaturen und die Grünen eine.

Am 24. September auf Kurs der Mutterpartei

Bei den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 24. September stimmen die Grünen Kanton Bern ganz mit ihrer Mutterpartei überein. Sie befürworten sowohl die Altersvorsorge 2020 als auch die Ernährungssicherheit grossmehrheitlich. (zec/sda)

Erstellt: 23.08.2017, 10:29 Uhr

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