Grossratskommission will BFH-Kreditberatung doch nicht verschieben

Nach der neusten Beurteilung ist klar: die Beratung des Wettbewerbskredits für die Gestaltung des Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) wird doch nicht auf September verschoben.

Die Berner Fachhochschule in Burgdorf. Künftig sollen Burgdorfer Studenten in Bern unterrichtet werden.

Die Berner Fachhochschule in Burgdorf. Künftig sollen Burgdorfer Studenten in Bern unterrichtet werden.

(Bild: Valérie Chételat)

Erfreut teilt die Bildungskommission mit, sie habe nach Gesprächen mit der Kantonsverwaltung festgestellt, dass die für Burgdorf vorgesehenen Angebote nun «mit Elan angegangen werden». Auch sei die Zusammenarbeit unter allen Beteiligten intensiviert worden. Die Projekte schienen sorgfältig vorbereitet; alle suchten gute Lösungen.

Im März hatte die BiK noch bekanntgegeben, sie erachte es für nötig, die Beratung des «Kredits» zu verschieben - ohne die Art des Kredits zu präzisieren. Dies, um Lösungen für eine Verknüpfung der Kredite - der eine für den BFH-Campus in Bern, der andere für die der Stadt Burgdorf zugedachten Angebote - zu suchen.

Kredite für Bern und Burgdorf verknüpfen

Die BFH ist heute in Burgdorf, Bern und Biel ansässig. In Zukunft wird sie nur noch in Bern und Biel tätig sein. So hat es der Grosse Rat bestimmt. Als Kompensation soll Burgdorf die heute in Bern ansässige Technische Fachschule Bern erhalten, dazu ein Cleantech-Kompetenzzentrum, das die BiK Teclab nennt.

Anfang Jahr sorgte aber für Schlagzeilen, dass die BFH ihr Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit in drei eigenständige Departemente aufteilen will. Just jenes Departement also, das im heftigen Kampf um die künftigen Standorte der BFH eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hatte. Das Departement müsse eine Einheit bleiben, hiess es damals.

Vor allem die politischen Akteure, die sich jahrelang dafür eingesetzt hatten, dass ein Teil der Fachhochschule in Burgdorf bleibt, fühlten sich verschaukelt. Die BiK will nun dafür sorgen, dass Burgdorf die dieser Stadt zugedachten Angebote wirklich bekommt, und zwar mit einer Koppelung des Projektierungskredits für die BFH-Gebäude in Bern und des Wettbewerbskredits für die Planung der in Burgdorf vorgesehenen Angebote. Diese Koppelung hatte die BiK schon im März angedacht. Wie BiK-Vizepräsidentin Corinne Schmidhauser am Donnerstag auf Anfrage sagte, sollte der Wettbewerbskredit für Burgdorf ursprünglich im September 2018 vor den Grossen Rat kommen. Die BiK verlangt nun März 2018 - wenn der Projektierungskredit für den BFH-Campus Bern vors Kantonsparlament kommt. Notfalls will die BiK eine Kommissionsmotion einreichen, um das Ziel dieser Koppelung zu erreichen. Laut Schmidhauser folgt in den beiden Fällen nach den Wettbewerbs- und Projektierungskrediten auch noch der Baukredit.

GPK wird nicht eingeschaltet

Nach den kommunikativen Wirren rund um die künftige BFH-Struktur stand eine Zeit lang zur Diskussion, die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des bernischen Grossen Rats einzuschalten. «Gegenstand des Prüfauftrags wäre die mangelhafte Kommunikation der Fachhochschule und/oder der Verwaltung/Regierung» gewesen, schreibt die BiK in der neusten Mitteilung. Auf einen Auftrag an die GPK hat die BiK nun aber verzichtet. Sie will sich aber später selber mit den Kommunikationsverpflichtungen zwischen Hochschulen, Verwaltung und Politik befassen.

net/sda

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