Grossfusion im Oberaargau gescheitert

Die Megafusion im Oberaargau kommt nicht zustande. Nur fünf von elf Gemeinden stimmten für weitere Fusionsgespräche, wie die Projektleitung am Sonntag mitteilte.

Die Grossfusion im Oberaargau wird vom Stimmvolk verhindert.

Die Grossfusion im Oberaargau wird vom Stimmvolk verhindert.

(Bild: Google Maps)

Eine Mehrheit für die Fusion fand sich nur in Farnern, Rumisberg, Wangenried, Wolfisberg und Walliswil bei Wangen. Abgelehnt wurde ein Zusammenschluss in Niederbipp, Oberbipp, Wangen an der Aare, Wiedlisbach, Attiswil und Walliswil bei Niederbipp.

Die Befürworter der Fusion versprachen sich Synergien in der Verwaltung und professionellere politische Strukturen. Ausserdem hätte eine einzige Gemeinde mit fast 15'000 Einwohnern mehr Einfluss in der Region, sie wäre dann die zweitgrösste Gemeinde im Oberaargau hinter Langenthal.

Anders sahen es die Gegner. Sie befürchteten unter anderem einen Abbau der direkten Demokratie, wenn Gemeindeversammlungen durch ein Gemeindeparlament ersetzt werden. Zudem drohten eine Aufblähung des Verwaltungsapparats und ein Identitätsverlust der Ortschaften.

Der Kanton Bern versucht seit langem, die Zahl der Gemeinden zu reduzieren. Seit 2004 gewährt er fusionswilligen Gemeinden finanzielle Unterstützung. Seither ist die Zahl der Gemeinden im Kanton Bern von 400 auf 351 gesunken. Doch noch immer verfügen rund die Hälfte der bernischen Gemeinden über weniger als 1000 Einwohner.

mer/sda

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