Grosser Rat setzt Zeichen zugunsten der Mountainbiker

Velo- und Mountainbikerouten im Kanton Bern sollen künftig gleich behandelt werden.

Ein Mountainbiker unterwegs in den Bündner Alpen.

Ein Mountainbiker unterwegs in den Bündner Alpen.

(Bild: Keystone)

Der bernische Grosse Rat hat am Dienstag Sympathie für die Mountainbiker im Kanton Bern gezeigt. Er überwies einen Vorstoss von drei Parlamentariern zugunsten einer Gleichbehandlung von Velo- und Mountainbikerouten im Kanton.

Konkret soll gemäss diesem Vorstoss neu der Kanton die Koordination der regionalen und nationalen Velo-, Mountainbike- und auch Skatingrouten gemäss dem Routennetz von SchweizMobil im Kanton Bern sicherstellen. Auch soll der Kanton den Unterhalt der Signale übernehmen.

Bisher sind nach Angaben der Kantonsregierung die Gemeinden für die Planung, den Bau und den Betrieb solcher Freizeitrouten zuständig, nicht der Kanton. Die Kantonsregierung wandte sich denn auch gegen die Überweisung des Vorstosses.

Sie sei laut einem Grundsatzentscheid immer gegen Motionen, mit denen Grossräte dem Kanton neue Aufgaben übertragen wollten, hatte sie das Kantonsparlament wissen lassen. Mountainbike- und Skatingrouten seien ausserdem keine Velorouten mit kantonaler Netzfunktion im Sinn des Strassengesetzes.

Diese Argumentation kam aber beim Erstunterzeichner des Vorstosses, Peter Flück (FDP/Interlaken), nicht gut an. Er fordere keine Sonder-, sondern nur eine Gleichbehandlung von Mountainbikern und Velofahrern, sagte er. Als begeisterter Wanderer sei er auch in den Kantonen Tessin und Graubünden unterwegs.

Dort klappe das Zusammenleben von Wanderern und Bikern. «Ich weiss nicht, wieso das nicht auch im Kanton Bern möglich sein sollte». Mitmotionär Christian von Känel (SVP/Lenk) wies auf das touristische Potenzial des Mountainbikings hin.

Ob sich nun aber etwas zugunsten der Mountainbiker und Skater verändern wird, ist offen: Flück wandelte seinen Vorstoss in ein Postulat, also einen Prüfauftrag an die Regierung. Die beiden erwähnten Forderungen überwies das Kantonsparlament mit 126 zu 13 Stimmen zum Prüfen an die Regierung.

Als verbindlichen Auftrag respektive Motion überwies das Parlament hingegen die Forderung Flücks und seiner Ratskollegen, dass die Interessen der Velo- und Mounainbikefahrer respektive der Skater innerhalb der Fachstelle Langsamverkehr des kantonalen Tiefbauamts gleichwertig zu vertreten seien.

spr/sda

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