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«Grenzverletzungen passieren in der Seelsorge zum Teil sehr subtil»

Isabelle Noth, Professorin für Seelsorge, fordert im Kampf gegen sexuellen Missbrauch besser ausgebildete Priester.

Jeder Übergriffsfall «sei einer zu viel», sagt Isabelle Noth.
Jeder Übergriffsfall «sei einer zu viel», sagt Isabelle Noth.
Manu Friedrich

Vor drei Jahren wurde der Fall H. S. publik, es ist der schwerste bekannte Missbrauchsfall in der Schweiz. Der mittlerweile verurteilte Sozialtherapeut hatte während 30 Jahren über 100 behinderte Kinder und junge Erwachsene in neun Heimen sexuell missbraucht. Unter der Federführung von Ueli Affolter, Geschäftsführer des Heimverbandes Socialbern, erarbeiteten die Verbände die Charta Prävention und verpflichteten sich, an die Standards zu halten. Nach einer ersten Bilanz Anfang 2013 sagte Affolter, gerne würde er die Präventionsarbeit auf die Bereiche Kirche, Jugend und Sportverbände ausweiten. Zudem sehe er in der Forschung Handlungsbedarf. Diesem Aufruf folgte Isabelle Noth, Professorin am Institut für praktische Theologie an der Universität Bern. Nun hat sie eine Fachtagung zum Thema Missbrauchsprävention in Seelsorge, Beratung und Kirchen organisiert.

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