ABO+

Ganz gründlich verfahren

Fahrenden Roma weht ein eisiger Wind entgegen, auch aus der bernischen Politik. Verhindert diese neue Transitplätze, belastet dies zugleich den Alltag der schweizerischen Jenischen und Sinti.

hero image

(Bild: Orlando)

Marc Lettau

Bern steht vor einer Weichenstellung von Tragweite. Der Grosse Rat wird nämlich am Mittwoch de facto über die Daseinsberechtigung nicht sesshafter Minderheiten befinden. Er steht vor einem «Daumen hoch» oder «Daumen runter» zu jenen, die pauschal in die Schublade «Fahrende» gesteckt werden. Damit begibt sich die Politik in die ganz kritische Randzone: Demokratisch zu entscheiden, wer als zugehörig zu betrachten ist und wer ausgegrenzt wird, ist immer verfehlt. Minderheiten gehören zu Gemeinschaften, unabhängig davon, ob man sie mag oder nicht. In einem kleinen Land, das als Ganzes ein Sammelsurium von Minderheiten ist, ist dies eine vielleicht gar banale Feststellung.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt