Für die Grünen ist Pulver «gesetzt»

Auf dem Viererticket von SP und Grünen für die Wahlen in den Regierungsrat gibt es noch zwei freie Plätze.

Die Grünen gehen davon aus, dass Bernhard Pulver wieder antritt. Er selbst, sagt dazu noch nichts.

Die Grünen gehen davon aus, dass Bernhard Pulver wieder antritt. Er selbst, sagt dazu noch nichts.

(Bild: Adrian Moser (Archiv))

Adrian Schmid@adschmid

Die Taktik der Linken ist seit Freitag bekannt, das Personal nur zum Teil: Vier Namen werden auf dem rot-grünen Ticket für die Regierungsratswahlen im nächsten Jahr stehen. Bekannt ist bis jetzt die Kandidatur von Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP).

Laut Jan Remund, Co-Präsident der Grünen, ist auch Bernhard Pulver «gesetzt». Die Parteileitung gehe davon aus, dass er wieder antrete. Der grüne Erziehungsdirektor will dies auf Anfrage nicht bestätigen. Er werde im Sommer kommunizieren, ob er nochmals kandidiere.

Pulver wäre der einzige grüne Kandidat. Die anderen drei Plätze auf dem rot-grünen Ticket gehen an die SP, wie die zwei Parteien vereinbarten. Nebst Ammann werden die Sozialdemokraten eine Person aus dem Berner Jura aufstellen – und aus dem deutschsprachigen Kantonsteil höchstwahrscheinlich eine Frau. Sie soll den Sitz von Barbara Egger verteidigen, Egger verlässt 2018 die Regierung. Bis jetzt gibt es drei Kandidatinnen: Nationalrätin Evi Allemann sowie die Grossrätinnen Nicola von Greyerz und Ursula Zybach.

Offen gegenüber einer Kampfkandidatur hatten sich auch die SP-Nationalräte Matthias Aebischer und Corrado Pardini gezeigt. Aufgrund des Angriffs auf den Jura-Sitz dürften sie keine Option mehr darstellen.

Loses RGM-Bündnis?

Von der EVP wurde kürzlich die Idee einer Rot-Grün-Mitte-Liste nach Stadtberner Vorbild lanciert. Hat sich dieses Thema nun auf kantonaler Ebene erledigt, jetzt wo SP und Grüne ihre Strategie definiert haben? Die zwei Parteien verneinen dies. «Wir möchten nach wie vor mit der Mitte zusammenarbeiten, eine gemeinsame Liste ist aber nicht vorgesehen», sagt Jan Remund. Die Gespräche zwischen SP, Grünen, EVP und Grünliberalen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Bund

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