Frösch an der Spitze von Spitex Bern

Spitex Bern hat die neuen Mitglieder für den Verwaltungsrat gewählt. Die ehemalige Nationalrätin und grüne Berner Gemeinderätin Therese Frösch ist Präsidentin.

Ein Neustart für die Spitex Bern?

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Nach turbulenten Zeiten hat die Generalversammlung (GV) der Spitex Bern am Mittwochabend das oberste Führungsgremium neu gewählt. Präsidentin wird die frühere Nationalrätin und grüne Berner Gemeinderätin Therese Frösch. Zudem wählte die GV sechs neue Mitglieder in den Verwaltungsrat.

Frösch sei mit einer «grossen Mehrheit der Stimmen» der Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur Präsidentin gewählt worden, teilte Spitex Bern am Abend mit. Sie freue sich darauf, «die Zukunft des Unternehmens mit vereinten Kräften anzupacken», wird Frösch in der Mitteilung zitiert.

Die Generalversammlung stockte den Verwaltungsrat von sieben auf acht Mitglieder auf. Die Amtszeit von Catherine Gasser läuft noch bis 2020. Nebst Frösch wurden sechs neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt.

Es sind dies Sabine Hahn (Leiterin Pflege Berner Fachhochschule), Thomas Stauffer (Jurist), Regula Unteregger (Leiterin Alters- und Versicherungsamt der Stadt Bern), Nora Willi (Betriebsökonomin), Johanna Zawadynska Friedrich (Pflege Inselgruppe). Als Saalkandidat wurde Rolf Schuler gewählt. Er lebt seit seiner Geburt mit einer cerebralen Parese und bezieht Spitex-Leistungen. Mit ihm seien künftig auch die Kunden-Interessen im Verwaltungsrat vertreten, heisst es in der Mitteilung.

Komplottvorwürfe

Die Spitex Bern hat turbulente Zeiten hinter sich. Für Schlagzeilen sorgte im Winter zunächst die Freistellung von Daniel Piccolruaz, der eigentlich Geschäftsführer der Spitex Seeland ist.

Er sollte die Spitex Bern im Mandatsverhältnis neu organisieren und kam zum Schluss, die Organisation habe eine aufgeblasene Verwaltung. Der Verwaltungsrat warf Piccolruaz umgekehrt vor, einen Komplott zur Destabilisierung der Spitex Bern organisiert zu haben. Etwas später gab Spitex-Bern-Verwaltungsratspräsidentin Rahel Gmür ihre Demission bekannt. Sie war wegen ihres Lohns von rund 185'000 Franken hart kritisiert worden. Seit Ende Februar ist sie krankgeschrieben.

Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg rief den Spitex-Bern-Verwaltungsrat im März zum Rücktritt auf. Er und seine Direktion hätten das Vertrauen in dieses Gremium verloren. (crt/sda)

Erstellt: 13.06.2018, 21:40 Uhr

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