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Filmpremiere im Gefängnis

Anfang September kommt Dieter Fahrers Film «Thorberg» in die Kinos. Für die Hauptdarsteller, die Thorberg-Insassen, hat die Filmpremiere schon stattgefunden.

Walter Däpp
Szene aus dem Film «Thorberg». Der Berner Filmemacher Dieter Fahrer hat sich drei Jahre Zeit genommen, um das Innenleben des Thorbergs und der Männer, die hier für ihre Straftaten sühnen müssen, auszuleuchten.
Szene aus dem Film «Thorberg». Der Berner Filmemacher Dieter Fahrer hat sich drei Jahre Zeit genommen, um das Innenleben des Thorbergs und der Männer, die hier für ihre Straftaten sühnen müssen, auszuleuchten.
zvg
Viele im Gefängis sehen den Film als eine Art Brücke zur Aussenwelt. Im Film werden 7 Insassen porträtiert – alle unterschiedlicher Nationalität.
Viele im Gefängis sehen den Film als eine Art Brücke zur Aussenwelt. Im Film werden 7 Insassen porträtiert – alle unterschiedlicher Nationalität.
Adrian Moser
Der Film «Thorberg» dauert 105 Minuten und ist wie sein Titel: klar, direkt und schnörkellos.
Der Film «Thorberg» dauert 105 Minuten und ist wie sein Titel: klar, direkt und schnörkellos.
zvg
«Es ist nicht die Schweiz, kein Land, kein Körper, nur Gedanken», sagt ein Insasse im Film. Ein anderer versucht guter Dinge zu sein, doch er habe sein Leben «verwirkt, irgendwie», denn er habe jemanden umgebracht.
«Es ist nicht die Schweiz, kein Land, kein Körper, nur Gedanken», sagt ein Insasse im Film. Ein anderer versucht guter Dinge zu sein, doch er habe sein Leben «verwirkt, irgendwie», denn er habe jemanden umgebracht.
zvg
«Thorberg» ist kein klasischer Knastfilm – ein Film ohne Sheriffs und ohne Colts. Der Film bildet laut Thorberg-Direktor Caccivio «in weiten Teilen» das wirkliche Leben auf dem Thorberg ab.
«Thorberg» ist kein klasischer Knastfilm – ein Film ohne Sheriffs und ohne Colts. Der Film bildet laut Thorberg-Direktor Caccivio «in weiten Teilen» das wirkliche Leben auf dem Thorberg ab.
Adrian Moser
Seelsorgerin Ursula Wyss verbringt jeweils eineinhalb Tage  auf dem Thorberg. Für sie ist der Film extrem direkt – und wegen seiner unspektakulären Art sehr berührend.
Seelsorgerin Ursula Wyss verbringt jeweils eineinhalb Tage auf dem Thorberg. Für sie ist der Film extrem direkt – und wegen seiner unspektakulären Art sehr berührend.
zvg
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Der Personalausweis gilt als Pfand. Wenn man ihn später beim Ausgang wieder gegen die Besucherkarte eintauscht, öffnet sich das Tor - und man ist wieder draussen. Frei. Man lässt den Thorberg wieder hinter sich. Für andere dauert der Aufenthalt länger. Meist Jahre. 180 Männer aus 40 Nationen sind hier inhaftiert. Gewaltverbrecher, Rückfällige, Gemeingefährliche. Und die Gesellschaft ist froh, nichts mit ihnen zu tun zu haben, sie sicher eingesperrt zu wissen.

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