Fast jedes zweite Unfall-Opfer war Velofahrer oder Fussgänger

Mehr Schwerverletzte, mehr Tote: Der Strassenverkehr im Kanton Bern ist im letzten Jahr gefährlicher geworden. Vor allem Velofahrer sind gefährdet.

Velofahrer sind im Strassenverkehr besonderst gefährdet – das bestätigt die Statistik.

Velofahrer sind im Strassenverkehr besonderst gefährdet – das bestätigt die Statistik.

(Bild: Adrian Moser)

Im Kanton Bern sind letztes Jahr 39 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben, neun mehr als im Vorjahr. Gestiegen ist auch die Zahl der Schwerverletzten - um 27 auf insgesamt 630 Personen.

Bei fast jedem zweiten der schwer oder tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer handle es sich um Velofahrer, E-Bike-Lenker oder Fussgänger, teilte die Berner Kantonspolizei am Donnerstag mit. Sie setzt deshalb für die Prävention im 2018 einen neuen Schwerpunkt beim Langsamverkehr.

Gestiegen ist 2017 auch die Gesamtzahl der polizeilich rapportierten Verkehrsunfälle - um 320 auf insgesamt 6109. Dies nachdem sich die Anzahl der Verkehrsunfälle im Kanton Bern in den letzten Jahren kaum verändert hatte. Weit mehr als die Hälfte der Unfälle passieren innerorts. Ursachen sind das Missachten des Vortritts, Fahrfehler oder Kurvenschneiden.

Ausserorts waren die Unfallverursacher oft zu schnell unterwegs. Auf Autobahnen kam es vor allem ungenügenden Abstands, mangelnder Rücksichtnahme oder auch Unaufmerksamkeit zu Unfällen. In sieben Prozent der Verkehrsunfälle standen die Lenkerinnen und Lenker unter Alkoholeinfluss.

Die meisten Verkehrsunfälle (rund 18 Prozent) wurden von 18- bis 24-Jährigen verursacht. Über 64-Jährige waren in 16 Prozent der Fälle die Verursacher. Die Berner Kantonspolizei weist in ihrer Statistik zudem darauf hin, dass jeder fünfte Verkehrsunfall zunächst nicht der Polizei gemeldet worden war. Dies verstosse gegen die Meldepflicht.

zec/sda

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