Fallwild soll verwertet werden

Das Berner Kantonsparlament hat entschieden: Rehe, die angefahren werden und dann getötet werden müssen, sollen im Kanton Bern wieder verwertet werden dürfen.

Heute entsorge man gesundes Fleisch in Kadaversammelstellen - dies sei Verschwendung von Nahrungsmitteln, kritisieren mehrere Votanten.

Heute entsorge man gesundes Fleisch in Kadaversammelstellen - dies sei Verschwendung von Nahrungsmitteln, kritisieren mehrere Votanten.

(Bild: Keystone)

Mit 88 zu 43 Stimmen hat der Grosse Rat am Donnerstag ein Postulat von Werner Moser (SVP/Landiswil) angenommen.

Heute entsorge man gesundes Fleisch in Kadaversammelstellen, kritisierten mehrere Votanten. Diese Verschwendung von Nahrungsmitteln sei unhaltbar.

Auf die Verwertung von Fallwild wird seit 2013 verzichtet. Der Kanton sah es als zu aufwendig an, die betroffenen Tiere innert kurzer Zeit einem Kühlraum zuzuführen und einzeln auf ihre Verwertbarkeit zu prüfen.

Aus Sicht der Regierung hat sich die Regelung bewährt. Von den im Strassenverkehr verunfallten Rehen müsse nur etwa ein Fünftel mit Fangschuss getötet werden, sagte Regierungsrat Andreas Rickenbacher. Die meisten würden totgefahren und wären gemäss Bundesvorgaben sowieso nicht verwertbar.

Ob nach Annahme des Postulats bald angefahrene Rehe auf dem Teller landen, ist fraglich. Das Parlament hat eigentlich gar nichts zu sagen. Das Thema liegt in der abschliessenden Zuständigkeit des Regierungsrats.

agr/sda

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