Zum Hauptinhalt springen

«Es war damals gang und gäbe»

Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon sagt, die lückenhaften Abklärungen der Steuerverwaltung im Zusammenhang mit dem Ammann-Dossier sei ein «klarer Fehler» gewesen.

Die lückenhafte Abklärung des Ammann-Dossiers sei ein «klarer Fehler» gewesen, sagt Beatrice Simon.
Die lückenhafte Abklärung des Ammann-Dossiers sei ein «klarer Fehler» gewesen, sagt Beatrice Simon.
Adrian Moser

Frau Simon, Sie haben heute mitgeteilt, Sie bedauerten es, dass das Ammann-Dossier seinerzeit lückenhaft abgeklärt wurde. Warum wurde es denn lückenhaft abgeklärt?

Beatrice Simon: Es ist ein klarer Fehler, dass der Sachverhalt lückenhaft abgeklärt wurde. Wie und gestützt auf welche Praxis die Steuerverwaltung entschieden hat, ist eine andere Frage. Diese muss man in den Zusammenhang mit den Bundesgerichtsurteilen aus den Jahren 2012 und 2013 stellen. Vorher gab es in Bezug auf Offshore-Gesellschaften stets Differenzen zwischen den kantonalen Steuerverwaltungen und der eidgenössischen Steuerverwaltung. Die Interpretationen waren unterschiedlich. Schliesslich hat die eidgenössische Steuerverwaltung zwei Fälle aus dem Kanton Zug ans Bundesgericht gezogen, damit Klarheit darüber herrscht, unter welchen Umständen solche Gesellschaften akzeptiert werden. Seither sind die Regeln klar und der Handlungsspielraum viel geringer.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.