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Ein «Unhappy Hour Drink» zum Tag der Lohngleichheit

Um auf die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam zu machen, verteilt die Organisation Equal Pay Day Rabattgutscheine an Frauen.

Bis heute Dienstag, 24. Februar, haben Frauen im Vergleich zu Männern quasi gratis gearbeitet. Denn auf diese 38 Arbeitstage rechnen sich die 15,1 Prozent Lohnunterschied aus, die gemäss Bundesamt für Statistik in der Schweiz immer noch herrschen. Um also auf denselben jährlichen Durchnittslohn zu kommen wie die männlichen Kollegen, müssen Frauen bis zum 24. Februar des Folgejahres arbeiten.

Jedes Jahr führt die überparteiliche Frauenallianz Equal Pay Day an diesem Tag einen Aktionstag durch, der an die Diskriminierung der Frauen im Arbeitsleben erinnert. In Bern verteilt die Organisation dafür Getränkegutscheine. Mit diesen erhalten Frauen in neun Berner Gastrobetrieben 15,1 Prozent Rabatt.

In Bern wird diese Aktion bereits zum fünften Mal durchgeführt, wie Brigitte Rindlisbacher von Equal Pay Day auf Anfrage sagt. Dass ein Gastrobetrieb abwinke, wenn es darum ginge, den Rabatt zu gewähren, käme öfters vor. Die Ablehnung sei oft ein Grundsatzentscheid, bei gar keinen Aktionen mitzumachen, oder aber die mögliche Angst, dass das Publikum wegbleibe. Kosten seien dagegen kein Problem, die Einbussen der Betriebe halten sich laut Rindlisbacher in Grenzen. «Schliesslich verteilt sich die Nachfrage auf verschiedene Restaurants», wie Rindlisbacher sagt. Um die Rabatte gehe es letztlich nicht, sondern um die Sichtbarkeit der Aktion.

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