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Ein schlechtes Zeugnis und fehlende Einsicht

Am 30. August 2013 informiert Alt-Nationalrat Hermann Weyeneth (SVP) Regierungsrat und Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) über Missstände auf dem Thorberg, die ihm von Mitarbeitern zugetragen worden waren. Unter anderemberichtet er Käser, dass der Direktor der Strafanstalt, Georges Caccivio, früher im Lokal Yucca, einem Treffpunkt der Bieler Drogenszene, verkehrt habe und mit zwei Insassen per Du ist, die er dort kennen gelernt hat.
Daraufhin ordnet Käser eine interne Untersuchung an. Er weist Amtsvorsteher Martin Kraemer an, die Vorwürfe abzuklären.Später stellt sich heraus, dass Kraemer bereits bei Caccivios Anstellung 2011 von dessen Vergangenheit im Yuccawusste, Käser aber nicht darüber informierte. Kraemer und Caccivio waren einander bestens bekannt. Caccivio ist vorseiner Anstellung sechs Jahre lang Stabschef in Kraemers Amt gewesen.
Die GPK publiziert den Bericht zur Affäre Thorberg. Hauptkritikpunkt: Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser wurde erst tätig, nachdem die Affäre medial publik geworden war. Auch hätten er und Amtsvorsteher Krämer dem fehlbaren Gefängnisdirektor zuviel Vertrauen geschenkt. Massnahmen oder Empfehlungen enthält der Bericht nicht. Als Reaktion lässt Käser verlauten, er habe seine Rolle korrekt wahrgenommen und angemessen gehandelt.
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«Erstaunlicher als die Kritik an Käser ist allerdings die teils doch harsche Kritik an der Gesamtregierung des Kantons Bern.»

«Diese fehlende Einsicht ist enttäuschend.»