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Ein guter Lohn auf reinem Tisch

Ein Berner Regierungsrat verdient einen Bruttolohn von 275'000 Franken. Das ist ein guter Lohn. Er ist verdient. Aber er genügt. Das findet auch der Regierungsrat und will auf sämtliche Zusatzeinkünfte verzichten.

Weshalb ein Regierungsratsmitglied bisher massiv mehr verdienen konnte als ein anderes, leuchtete nicht ein. Die Bandbreite der Zusatzentschädigungen war breit. Barbara Egger konnte bis zu 50'000 Franken mehr verbuchen, Bernhard Pulver gar nichts. Es handelte sich um Geld für eine Arbeit, die die Regierungsräte im Interesse der Öffentlichkeit in kantonalen Gesellschaften und anderen Gremien leisten. Diese Arbeit gehört zum Job, für den die Politiker bezahlt sind. Die Regierung geht gar einen Schritt weiter und will auch keine Spesen und Sitzungsgelder mehr für diese Tätigkeit einstecken.

Konsequent ist, dass der Regierungsrat auch für seine Kader dieselbe Regelung einführt. Ob dadurch ein Job beim Kanton weniger attraktiv wird, wie dies Verwaltungsexperten befürchten, wird sich zeigen. Eine kleine Ausnahme sieht der Regierungsrat in gewissen Fällen immerhin vor.

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