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«Eigentlich ist es eine Liebeserklärung»

Muss Kultur für alle sein? Und nützt die Kunst der Gesellschaft dermassen viel, wie sich das die Kulturförderung vorstellt? Bildungsdirektor Bernhard Pulver erklärt die neue Kulturstrategie des Kantons.

«Zusätzliche Zugänge ermöglichen»: Teilnehmer einer «Sensorikführung» (Kunsthaus Zürich, 14. Februar 2009).

«Zusätzliche Zugänge ermöglichen»: Teilnehmer einer «Sensorikführung» (Kunsthaus Zürich, 14. Februar 2009).

(Bild: Nicola Pitaro)

Regula Fuchs
Daniel Di Falco

Herr Pulver, in der neuen kantonalen Kulturstrategie heisst es, «die Kultur hält sich an keinen Plan und keine Strategie.» Warum braucht dann die Kulturförderung eine?
Das ist einer jener Sätze, die ich besonders mag an dieser Strategie. Staatliches Handeln muss nach bestimmten Kriterien und Zielen ausgerichtet sein. Aber Kultur entsteht nicht wegen einer Kulturstrategie oder der Kulturförderung – denken Sie etwa an den Progr oder an die Gruppe Bern ist überall. Wir bestimmen höchstens unsere Schwerpunkte, bei der letzten Kulturstrategie war es die Filmförderung, nun ist es die kulturelle Teilhabe. Was neu entsteht, können wir zum Glück nicht beeinflussen. Darum braucht es auch regelmässig eine neue Kulturstrategie – weil sich die Welt verändert.

Der Bund

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