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Ehemaliges Jugendheim Prêles wird zum Asyl-Rückkehrzentrum

Im ehemaligen Jugendheim Prêles im Berner Jura will der Kanton Bern ein Zentrum für abgewiesene Asylsuchende einrichten, ein sogenanntes Rückkehrzentrum.

Das Hauptgebäude des ehemaligen Jugendheims Prêles.
Das Hauptgebäude des ehemaligen Jugendheims Prêles.
Keystone

Mit einem Rückkehrzentrum kann der Kanton Bern alle Personen, die die Schweiz verlassen müssen und deshalb nur noch Anrecht auf Nothilfe haben, in einer Liegenschaft unterbringen, wie aus einer Mitteilung der bernischen Polizei- und Militärdirektion (POM) vom Donnerstag hervorgeht. Diese Lösung ermögliche einen kostengünstigen Betrieb. Das Zentrum soll zwischen 350 und 450 Plätze aufweisen.

Die POM hat im vergangenen Februar die Behörden der betroffenen Gemeinden über die Pläne vorinformiert. Nun fand ein weiteres Informationstreffen statt. Nach den Sommerferien will die POM die Bevölkerung über den Betrieb informieren.

Nach der Schliessung des Jugendheims Prêles Ende 2016 prüfte die POM verschiedene Varianten einer Nutzung. Für den Straf- und Massnahmenvollzug könne kurzfristig keine Nachnutzung ohne erhebliche Investitionen realisiert werden, schreibt die POM weiter. Auch für eine Weiterverwendung der Gebäude als Heim bestehe derzeit kein Bedarf. Der Kanton hatte sich auch überlegt, den Heimteil «La Praye» für eine Kollektivunterkunft zu nutzen. Aufgrund der deutlich zurückgegangenen Asylgesuche wurde eine solche aber nicht mehr benötigt.

Im Januar 2018 sprach sich der Regierungsrat deshalb für eine Nutzung des Gebäudekomplexes als Asyl-Rückkehrzentrum aus. Der Betrieb des Zentrums wird direkt durch das Amt für Migration und Personenstand sichergestellt. Die dazu nötigen Arbeitsplätze werden vor Ort eingerichtet. Eröffnet werden soll das Rückkehr-Zentrum im Frühling 2019.

Der Kanton schloss das Jugendheim Prêles nur vier Jahre, nachdem es aufwändig saniert worden war. Die Institution war chronisch unterbelegt und defizitär.

(SDA)

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