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Die Sanierungslösung muss zum Haus passen

Falls das neue kantonale Energiegesetz angenommen wird, werden zwölf unterschiedliche Lösungen für schlecht isolierte Häuser vorgegeben. Doch nicht alle Massnahmen rentieren.

Das Ja-Komitee argumentiert, eine Abkehr vom Öl sei für den Klimaschutz unerlässlich.
Das Ja-Komitee argumentiert, eine Abkehr vom Öl sei für den Klimaschutz unerlässlich.
Gaetan Bally, Keystone

Wird in einem schlecht isolierten Haus die Öl- oder Gasheizung ersetzt, dann muss der Besitzer es besser isolieren oder einen Teil der Energie erneuerbar erzeugen. So will es das neue kantonale Energiegesetz, über welches das Volk am 10. Februar abstimmt.

Für das Nein-Komitee führt dies zu «teurer Energie-Bürokratie beim Heizungsersatz». Gewarnt wird vor «erheblichen Mehrkosten und untragbaren Verzögerungen». Das Ja-Komitee argumentiert, eine schrittweise Abkehr vom Öl sei unerlässlich, um das Klima zu schützen. Eine «Vollkostenrechnung» zeige, «dass Mieter und Hauseigentümer zudem langfristig von geringeren Heizkosten profitieren».

Falls das Energiegesetz angenommen wird, werden zwölf unterschiedliche Standardlösungen für schlecht isolierte Häuser vorgegeben. Die Bandbreite bezüglich Energieeinsparung und Kosten ist gross. Dies soll einerseits Hausbesitzern eine Auswahl ermöglichen, andererseits das Vorgehen vereinfachen. Ist eine dieser Standardlösungen umgesetzt, ist die Anforderung erfüllt.

Problematischer Mittelweg

Viel Erfahrung mit unterschiedlichen energetischen Sanierungen hat Peter Kaltenrieder vom Architekturbüro Weiss + Kaltenrieder AG. Die Frage, welche Massnahmen rentierten, sei schwierig generell zu beantworten, sagt er. «Ich würde die Logik umkehren: Es ist nicht rentabel, nichts zu machen.»

Was konkret Sinn mache, hänge von vielen Faktoren ab, die im Einzelfall analysiert werden müssten. Am wichtigsten sei es, Klarheit zu gewinnen, was man bezwecke. «In diesem Sinn stimmt die Grundhaltung des Energiegesetzes», sagt er, «es gibt den Eigentümern einen Schubs, damit sie sich überlegen, wie es mit ihrem Haus weitergehen soll.»

Generell könnten sowohl minimale wie auch gründliche Sanierungen wirtschaftlich Sinn machen, sagt Kaltenrieder. «Man muss sich aber für das eine oder das andere entscheiden.» Als «uninteressant» bezeichnet er dagegen den Mittelweg ohne klares Konzept. «Wenn man jedes Jahr ein bisschen etwas macht, führt dies meist nicht zu sinnvollen Gesamtlösungen.»

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