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Die Regierungsräte behalten ihre Direktionen

In der Berner Regierung kommt es nicht zu einer Rochade.

Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) schwingt obenaus, und wird mit einem Glanzresultat wiedergewählt: 128'862 Stimmen. Sie behält die Finanzdirektion.
Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) schwingt obenaus, und wird mit einem Glanzresultat wiedergewählt: 128'862 Stimmen. Sie behält die Finanzdirektion.
Adrian Moser
An zweiter Stelle: Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Christoph Neuhaus (SVP) mit 119'509 Stimmen. Auch er bleibt auf dem Posten.
An zweiter Stelle: Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Christoph Neuhaus (SVP) mit 119'509 Stimmen. Auch er bleibt auf dem Posten.
Valérie Chételat
Er musste bis zum letzten Moment zittern, konnte aber SVP-Herausforderer Manfred Bühler knapp schlagen: Philippe Perrenoud (86'469 Stimmen) bleibt vier weitere Jahre im Amt - als Gesundheitsdirektor.
Er musste bis zum letzten Moment zittern, konnte aber SVP-Herausforderer Manfred Bühler knapp schlagen: Philippe Perrenoud (86'469 Stimmen) bleibt vier weitere Jahre im Amt - als Gesundheitsdirektor.
Valérie Chételat
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Nach ihrer Wiederwahl vom Sonntag haben sich die sieben Regierungsräte bei der Direktionsverteilung für Kontinuität entschieden. Die von verschiedenen Seiten geforderte Rochade blieb aus.

Laut einer Mitteilung der Berner Regierung bleibt Beatrice Simon (BDP) Finanzdirektorin, Christoph Neuhaus (SVP) behält die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, Bernhard Pulver (Grüne) bleibt der Erziehungsdirektion treu, Hans-Jürg Käser (FDP) wird weiterhin die Polizei- und Militärdirektion leiten.

Barbara Egger (SP) bleibt Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin, Andreas Rickenbacher leitet weiterhin die Volkswirtschaftsdirektion und Philippe Perrenoud (SP) bleibt Gesundheits- und Fürsorgedirektor.

Im Vorfeld der Wahlen waren vorab Perrenoud und Käser wegen der Führung ihrer Direktionen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Die Grünen forderten, Käser solle im Falle einer Wiederwahl die Direktion wechseln, von bürgerlicher Seite wurde dasselbe von Perrenoud gefordert. Doch beide machten rasch klar, dass sie ihre Direktionen weiterhin behalten und die Arbeit weiterführen wollten.

Auch grundsätzlichere Forderungen nach einer Rochade waren zu hören. SVP-Präsident Werner Salzmann etwa gab am Tag nach den Wahlen zu bedenken: «Ein Departement zu lange zu halten, führt zu Betriebsblindheit.»

Chance auf Präsidien

Dass die Rochade ausblieb, hat wohl auch mit der Aussicht zu tun, dass der Kanton Bern die Chance hat, gleich zwei wichtige Präsidien auf nationaler Ebene zu besetzen. Neben Käser, der die kantonale Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz leitet, sieht Perrenoud die Möglichkeit, Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz zu werden.

Die meisten Mitglieder der Berner Kantonsregierung sind schon lange im Amt und für manche von ihnen wird die neue Legislatur wahrscheinlich auch die letzte sein. Wohl nicht zuletzt vor diesem Hintergrund dürfte sich die Regierung für Kontinuität entschieden haben.

Doch wirklich definitiv ist die Sache noch nicht. Den formellen Beschluss fällt der Regierungsrat an der ersten Sitzung der neuen Legislatur.

Die SVP des Kantons Bern reagierte am Mittwochabend mit Befremden auf die ausgebliebene Rochade. Der Regierungsrat habe «den Weg der Mutlosigkeit gewählt», schreibt die Partei. Sie fordert die Regierung auf, bis zum formellen Beschluss nochmals über die Bücher zu gehen.

Bei den Wahlen am Sonntag hatte sich das Volk ebenfalls für Kontinuität entschieden - allerdings nur knapp. Perrenoud und sein bürgerlicher Herausforderer Manfred Bühler von der SVP lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bühler erzielte zwar mehr Stimmen als Perrenoud, doch dieser machte schliesslich wegen der speziellen Berechnungsmethode für den garantierten Jurasitz in der Regierung das Rennen.

Hätte Bühler reüssiert, wäre es im Kanton Bern zu einem Machtwechsel in der rot-grün dominierten Regierung gekommen.

SDA

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