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Die Mühlen mahlen langsam im Asylwesen

Ende Juli erklärte Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP) die Situation im Asylwesen zur Notlage. Sechs Gemeinden sollen vorerst Hand bieten und Betten für Asylsuchende bereitstellen. Während einige vorwärtsmachen, hadern andere mit ihrem Auftrag.

Moosseedorf eröffnet auf Ende September eine unterirdische Asylunterkunft – direkt unter der Gemeindeverwaltung.
Moosseedorf eröffnet auf Ende September eine unterirdische Asylunterkunft – direkt unter der Gemeindeverwaltung.
Valérie Chételat

Der Kanton ist noch lange nicht am Ziel. Zwei Monate ist es her, dass FDP-Regierungsrat Hans-Jürg Käser die Notlage im Asylwesen ausrief. Er verpflichtete damals sechs Gemeinden, Unterbringungsmöglichkeiten für Asylsuchende bereitzustellen. Nachdem Burgdorf und Hindelbank den Kanton in den letzten Wochen mit je 100 zusätzlichen Betten für Asylsuchende entlastet hatten, wurde am Mittwoch bekannt, dass nun auch Moosseedorf Hand bietet: Ende September eröffnet die Gemeinde eine Zivilschutzanlage mit 50 Plätzen. Doch die drei verbleibenden Gemeinden – Bern, Ittigen und Oster­mundigen – haben Mühe, den Auftrag der Polizei- und Militärdirektion umzusetzen. Während Bern und Ittigen sich in Schweigen hüllen, zeigte sich Ostermundigen vergangene Woche frustriert über die Zusammenarbeit mit dem Kanton und forderte eine Aussprache mit Regierungsrat Käser.

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