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Die Marzilibahn wird totalsaniert und bekommt einen «Wartsaal»

Neue Fahrbahn, erweiterte Stationen: Bei der Marzilibahn beginnt eine Gross­sanierung. Deswegen steigen die Billettpreise.

Das Berner Marzilibähnchen muss umfassend saniert werden.
Das Berner Marzilibähnchen muss umfassend saniert werden.
Peter Klaunzer, Keystone

129 Jahre lang ist das Marzilibähnchen täglich bis zu 320-mal über die Stahlbrücke hoch- und hinuntergefahren und hat so jährlich über eine Million Passagiere befördert. Damit ist nun Schluss, zumindest für die nächsten fünf Monate.

Am kommenden Montag beginnt die «grösste Erneuerung in der Geschichte der Marzilibahn», wie Urs Stuber sagt, Vizeverwaltungsratspräsident der Drahtseilbahn Marzili-Stadt Bern AG. Zuerst muss ein mobiler Kran die roten Wagen von den Schienen heben – kein einfaches Unterfangen am steilen Stutz. Dann wird die von 1885 stammende Stahlbrücke samt den Schienen weg­gerissen und durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt, die markanteste Neuerung. Eine Sanierung sei nicht infrage gekommen, da selbst Experten keine Prognose über deren Lebensdauer hätten machen können. Erstaunlich ist, dass die Sanierung der Bahn länger dauert als der ursprüngliche Bau. Vor 129 Jahren benötigten die Arbeiter lediglich vier Monate, um die damals noch mit Wasser aus dem Stadtbach angetriebene Bahn zwischen Bundesterrasse und Weihergasse zu erstellen.

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