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Die Könizer Politik entdeckt das Risiko tiefer Schuldzinsen

Köniz zahlt für seine enormen Schulden «historisch tiefe Zinsen». Das ist für den Moment eine angenehme Erleichterung - und für die Zukunft ein grosses Risiko.

Eine Gemeinderechnung zu verabschieden, die besser als budgetiert und erst noch mit schwarzen Zahlen abschliesst, ist in aller Regel ein von Gemeindepolitikern und -politikerinnen geschätzter Moment. Das ist in Köniz nicht anders: Das Parlament verabschiedete gestern die Rechnung fürs Jahr 2011 einstimmig und ohne nennenswerte Kritik, denn sie schliesst zwei Millionen Franken besser ab als budgetiert. Das erwartete Defizit von 0,5 Millionen Franken blieb aus.

Zwei Faktoren hatten 2011 besonderen Einfluss auf den 200-Millionen-Franken-Haushalt der Gemeinde Köniz. Zum einen intervenierte das Parlament während der Budgetdebatte heftig und nötigte dem Gemeinderat zusätzliche Einsparungen auf. Anderseits fielen die Steuereinnahmen deutlich höher aus als budgetiert. Nachdem im Steuerjahr 2010 die von den juristischen Personen bezahlten Steuern um rund 10 Millionen Franken einbrachen, trugen 2011 auch sie zu einem guten Jahresergebnis bei.

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