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Die Computersoftware wird nie müde

Am Inselspital entwickeln Ärzte und Ingenieure Bildgebungsverfahren. Damit lassen sich Veränderungen präziser erkennen, als «von Auge».

Kombinierte Kompetenz: Mauricio Reyes und Roland Wiest vor dem Magnetresonanztomografen.
Kombinierte Kompetenz: Mauricio Reyes und Roland Wiest vor dem Magnetresonanztomografen.
Manu Friederich

Ärztinnen und Ärzte wissen viel über den menschlichen Körper, Ingenieure kennen die technischen Möglichkeiten. Doch oft begegnen sich die beiden Disziplinen nicht. Darum wissen Mediziner nicht, was es an technischen Lösungen gäbe, und Ingenieuren ist oft nicht bekannt, wofür Ärzte ein Verfahren einsetzen wollen. Am Inselspital ist es anders. Hier haben sich der 50-jährige bayrische Medizinprofessor Roland Wiest und der 39-jährige chilenische Ingenieur Mauricio Reyes vor fünf Jahren zusammengefunden mit dem Ziel, den interdisziplinären Dialog zu führen. Dieser trägt erste Früchte: Es ist ein Computerprogramm entstanden, dank dem Veränderungen im Körper präziser verfolgt und besser sichtbar gemacht werden können. Weshalb nicht schon früher? Wiest sagt, er habe diese Vision seit langem. «Mathematische Ansätze dazu lagen zwar vor», so der Mediziner, «aber die Computer waren noch zu langsam». Prozessoren mit genügender Leistung gebe es erst seit wenigen Jahren.

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