Die App gegen Sprayereien und Schlaglöcher

Mit einer App will Matthias Stürmer die Stadt Bern verschönern. In Zürich scheints zu funktionieren.

Eine App warnt Autofahrer in Zürich bereits jetzt vor den lästigen Löchern auf der Strasse.

Eine App warnt Autofahrer in Zürich bereits jetzt vor den lästigen Löchern auf der Strasse. Bild: Timur Emek/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit wenigen Klicks auf dem Handy eine flackernde Strassenlaterne auf dem Nachhauseweg melden. Oder die Stadtverwaltung auffordern, ein Schlagloch auf der Strasse zu flicken. Ginge es nach Matthias Stürmer, sollte dies bald mittels einer App möglich sein.

Für den Berner EVP-Stadtrat und Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit an der Universität Bern ist das heutige Vorgehen bei solchen Fällen schlicht zu umständlich: «Ich wohne jetzt schon einige Zeit in Bern und ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wen ich bei einer defekten Strassenlaterne anrufen müsste.»

Ausserdem gebe es viele kleine Dinge, für die ein Telefonat eine zu grosse Hürde darstelle. Eine App könnte hier Abhilfe schaffen – ist er überzeugt.

App in Zürich erfolgreich

Stürmer muss es wissen: Er führt zurzeit an der Universität Bern eine Studie zur Nutzerzufriedenheit der App «Züri wie neu» durch. Und die Rückmeldungen seien «durchwegs positiv», sagt er.

Mit Hilfe dieser App können Bürger Schäden unkompliziert melden – mit Foto, Ortsangabe und einer Beschreibung. Mögliche Mängel reichen vom defekten Gullideckel bis zu Sprayereien an öffentlichen Gebäuden. Ein Blick auf die Nutzerzahlen in der Stadt Zürich zeigt: Die App wird rege genutzt.

Im vergangenen Monat wurden bereits 220 Schadensmeldungen durch die zuständigen Behörden bearbeitet. Gemäss Informationen der Stadtverwaltung Zürich werden die Meldungen innert eines Arbeitstages der zuständigen Fachstelle zugewiesen. Binnen weiteren fünf Tagen soll diese das Problem bearbeiten. Das Ergebnis wird anschliessend veröffentlicht.

Bern zieht nicht mit

Doch nicht jeder lässt sich von Stürmers Idee begeistern. Laut Reto Zurbuchen, stellvertretender Stadtingenieur beim Tiefbauamt, habe die Stadt Bern bereits 2010 eine ähnliche App geprüft, die Idee aber verworfen: «Der Mehraufwand ist gross, der Mehrwert eher gering.»

Daher setze man in Bern «erfolgreich auf andere Kanäle»: Nebst einer Pikettnummer, auf der immer jemand von der Stadt erreichbar ist, können Bewohner Mängel auch auf der Homepage und via Twitter melden. «Über diese Kanäle erreichen uns 200 bis 300 Meldungen jährlich», sagt Zurbuchen.

Auszuschliessen sei es dennoch nicht, dass auch Bern eine solche App bekomme: Man stehe mit anderen Städten in Kontakt und tausche Erfahrungen aus. «Bern wird diesbezüglich sicher nicht hinten anstehen.» (Der Bund)

Erstellt: 04.08.2016, 07:10 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Outdoor Langlauftipps für Anfänger
Geldblog So sicher ist Ihr Freizügigkeitsgeld
Michèle & Friends 10 Jahre, 3 Einsichten

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Hi Fisch! Vor Hawaii lebt dieser Haifisch Namens Deep Blue. Wer mutig ist und lange die Luft anhalten kann, darf ihn unter Wasser streicheln (15. Januar 2019).
(Bild: JuanSharks) Mehr...