«Der Wahlsonntag ist wie ein Mitarbeitergespräch»

Regierungsratspräsident Bernhard Pulver (Grüne) geht den Wahlsonntag entspannt an. Auch wenn er nicht mehr angetreten ist, blickt er den Resultaten seiner Partei optimistisch entgegen.

Regierungsratspräsident Bernhard Pulver (Grüne) blickt den Resultaten seiner Partei optimistisch entgegen.

Regierungsratspräsident Bernhard Pulver (Grüne) blickt den Resultaten seiner Partei optimistisch entgegen. Bild: Adrian Moser

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Herr Pulver, wie fühlt sich dieser erste Wahlsonntag an, an dem Sie nicht antreten?
Es ist natürlich ein entspannteres Gefühl. In den letzten 12 Jahren war der Wahlsonntag so etwas wie das Mitarbeitergespräch, an dem entschieden wurde, ob man weiter beschäftigt ist. Heute arbeite ich wie immer, um die Woche zu planen. Aber ich freue mich, dass ich ab dem 1. Juni nicht mehr am Sonntag arbeiten muss. Am Nachmittag werde ich bei den Grünen vorbeigehen.

Haben Sie einen Wunsch an Ihren Nachfolger in der Erziehungsdirektion?
Ja, ich hoffe, dass er die Kultur des Dialogs und der Wertschätzung weiterführt und die Lehrpersonen sowie die Kulturschaffenden ernst nimmt.

Und wer sollte dieses Amt übernehmen?
Ich sollte keine Aussagen über meinen möglichen Nachfolger machen. Aber als Parteikollege darf ich mir wünschen, dass Christine Häsler meine Nachfolgerin wird.

Was schätzen Sie an ihr besonders?
Sie hat eine ähnliche Grundhaltung wie ich und geht auf alle offen zu. Ihr politischer Kompass ist ökologisch und menschenorientiert. Doch hört sie auch der Gegenseite zu und nimmt sie ernst.

Welche Prognose stellen Sie für Ihre Partei?
Für die Vertreter der Grünen sieht es gut aus. Ich gehe davon aus, dass Christine Häsler in den Regierungsrat gewählt wird und dass die Partei im Grossen Rat einen Sitz gewinnt.

Worauf stützen Sie diese Prognose?
Nach dem Rechtsrutsch im Nationalrat vor zwei Jahren ist das Bewusstsein für die rot-grüne Politik in der Bevölkerung wieder gestiegen.

Befürchten Sie nicht, dass sich die Gräben zwischen rechts und links weiter vertiefen?
Ich hoffe es nicht und es ist zu früh, um Prognosen zu stellen. Aber ich erkenne erste Anzeichen, dass die Polarisierung wieder nachlässt. Man hat an Trump und dem Brexit beobachten können, wohin sie führt. In der Schweizer Politik ist man wieder eher bereit, über den eigenen Schatten zu springen. Das stimmt mich für den heutigen Wahlsonntag optimistisch. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.03.2018, 14:33 Uhr

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