Der Regen in Bern kommt flächig

Das nasse Wetter sorgt für höhere Pegelstände auch bei Berner Flüssen und Seen. Die Situation sei aber kontrollierbar, heisst es beim Kanton.

Blick auf das Wasserkraftwerk Hagneck. (Symbolbild/Archiv)

Blick auf das Wasserkraftwerk Hagneck. (Symbolbild/Archiv)

(Bild: Valérie Chétélat)

Wo sonst Pendler strömen, überfluten im Lausanner Bahnhof die Wassermassen die Treppen und Gänge. Der massive Regen sorgte am Montag für beeindruckende Bilder.

Ähnliches erwartet man im Kanton Bern trotz den vergangenen und kommenden Niederschlägen nicht. Die Prognosen gingen zwar von starkem Regen aus, sagt Bernhard Wehren vom Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern – prognostiziert sind bis am Mittwochabend bis zu 90 Millimeter Niederschlag in der Stunde. Allerdings soll dieser Regen eher flächig fallen und nicht wie in der Westschweiz aus konzentrierten Gewitterzellen – hier fielen bis zu 41 Millimeter innert zehn Minuten.

Wasserfall im Bahnhof: Der Bahnhof in Lausanne wurde überflutet. (Video: Leserreporter 20 Minuten)

Doch auch der flächig verteilte Niederschlag zeigt Folgen, sagt Wehren, gerade auch in «grossen Systemen», wie der Aare und dem Thuner- und Bielersee. Bei den Seen habe man aber schon Vorkehrungen getroffen und den Pegel im Vorfeld gesenkt, um eine bessere Ausgangslage zu haben. Gemäss den aktuellen Prognosen sei die Situation nicht dramatisch. Das könne sich aber noch ändern: «Bei den Modellberechnungen besteht eine grosse Streuung.»

So schätzt das Bafu die Situation in der Schweiz am Dienstagvormittag ein.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat die Gefahrenstufe für Überschwemmungen auf 2 gesetzt, was «mässige Gefahr» bedeutet. In Sachen Regen liegt die Gefahrenstufe aktuell bei 3 – «erhebliche Gefahr.» Das Bafu empfiehlt, Gewässer und stark geneigte Hanggebiete zu meiden, Gegenstände im Keller an sichere Orte zu verschieben und allfällig überflutete Strassenabschnitte zu umfahren.

zec

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