Zum Hauptinhalt springen

Wirtschaftsnaher Brückenbauer

Als Andreas Rickenbacher in den Regierungsrat gewählt wurde, war er erst 38-jährig. In seiner Amtszeit konnte er das Vertrauen der Wirtschaft gewinnen – im eigenen Lager ist er aber nicht unumstritten.

Andreas Rickenbacher (SP), Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern,  hat am Mittwoch seinen Rücktritt per 30. Juni 2016 erklärt.
Andreas Rickenbacher (SP), Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, hat am Mittwoch seinen Rücktritt per 30. Juni 2016 erklärt.
Valérie Chételat
Rickenbacher (Mitte) freut sich 2006 über seine Wahl in den Berner Regierungsrat. Rechts und links von ihm die ebenfalls 2006 neu gewählten Regierungsräte Philippe Perrenoud (SP)  und Bernhard Pulver (Grüne).
Rickenbacher (Mitte) freut sich 2006 über seine Wahl in den Berner Regierungsrat. Rechts und links von ihm die ebenfalls 2006 neu gewählten Regierungsräte Philippe Perrenoud (SP) und Bernhard Pulver (Grüne).
Lukas Lehmann, Keystone
SP-Parteipräsidentin Ursula Marti: «Andreas Rickenbacher steht für eine moderne SP, welche Wirtschaft, Soziales und Ökologie unter einen Hut bringt, immer mit dem Blick auf die nachfolgenden Generationen.»
SP-Parteipräsidentin Ursula Marti: «Andreas Rickenbacher steht für eine moderne SP, welche Wirtschaft, Soziales und Ökologie unter einen Hut bringt, immer mit dem Blick auf die nachfolgenden Generationen.»
Adrian Moser
1 / 3

Berührungsängste mit der Wirtschaftswelt kennt Andreas Rickenbacher nicht. Als die CSL Behring Ende Juni in Lengnau den Spatenstich für ihr neues Biotech-Werk feierte, griff der SP-Regierungsrat strahlend zur bereitgestellten Schaufel. Es war eines seiner Prestigeprojekte, die Fabrik in den Kanton Bern zu holen. Rickenbacher reizte alle Möglichkeiten aus, um den Verwaltungsrat des australischen Pharmaunternehmens zu überzeugen – inklusive Besuch bei Bundesrat Johann Schneider-Ammann und einer Steuerbefreiung von zehn Jahren. Dies reichte schliesslich, um den Hauptkonkurrenten Singapur auszustechen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.