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Der Lack ist etwas abgebröckelt

Der grüne Bernhard Pulver gibt sich nach acht Jahren als bernischer Erziehungsdirektor selbstkritisch und ernüchtert. Denn die zweite Legislatur verlief nicht mehr ohne Probleme.

Bernhard Pulver, hier vor dem Kindergarten im Marzili, sieht die grösste Herausforderung darin, die Motivation der Lehrkräfte aufrechtzuerhalten.
Bernhard Pulver, hier vor dem Kindergarten im Marzili, sieht die grösste Herausforderung darin, die Motivation der Lehrkräfte aufrechtzuerhalten.
Valérie Chételat

Bekommt ein Schüler im ersten Zeugnis eine Sechs, sind die Erwartungen an ihn hoch. Trotz Fleiss ist es schwierig, das Niveau zu halten, denn der Schulstoff wird ständig anspruchsvoller. Etwa so ergeht es dem grünen Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. Die erste Legislatur meisterte er ohne nennenswerte Probleme, selbst die politischen Gegner waren des Lobes voll. Er habe genau gleich weitergearbeitet, sagt Pulver. In der zweiten Legislatur sei aber die schwierige Finanzlage des Kantons hinzugekommen, die bürgerliche Mehrheit im Grossen Rat sei deutlicher gewesen, und die Lehrer hätten ihre Erwartungen an ihn erhöht. «Als Neuer kann man den Leuten einfach mal zuhören. Wenn man acht oder gar zwölf Jahre im Amt ist, reicht das nicht mehr», sagt er.

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